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Telefónica: Verhandlungen mit 1&1 Drillisch über Roaming abgebrochen

Die letzten noch laufenden Verhandlungen von 1&1 Drillisch für LTE - Roaming sind gescheitert. Telefónica habe sich "bis zur Schmerzgrenze bewegt" .
/ Achim Sawall
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Telefónica-Chef Markus Haas (Bild: Telefónica Deutschland)
Telefónica-Chef Markus Haas Bild: Telefónica Deutschland

Der Streit zwischen Telefónica Deutschland und der United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch spitzt sich weiter zu. So wurden nun laut Telefónica-Chef Markus Haas die Verhandlungen über National Roaming ergebnislos beendet. "Wir sind einigungsbereit und haben ein sehr attraktives Angebot vorgelegt" , sagte Haas im Interview der Welt(öffnet im neuen Fenster) . Verschenken könne er den Zugang aber auch nicht.

"Wir sind überzeugt davon, dass unser Angebot allen behördlichen Überprüfungen standhält" , sagte Haas. "Wir haben uns bis zur Schmerzgrenze bewegt." Weitere Verhandlungen erübrigten sich deswegen.

Mit der Versteigerung der 5G-Frequenzen sind alle erfolgreichen Teilnehmer der Auktion dazu verpflichtet, einem Neueinsteiger wie Drillisch die Mitnutzung der Netze anzubieten. Sollte es zu keiner Einigung kommen, greift die Bundesnetzagentur als Schiedsrichter ein. Drillisch hatte die Netzagentur bereits angerufen, weil es mit der Telekom und Vodafone zu keiner Einigung kam. Mit Telefónica sollte den Angaben zufolge weiterverhandelt werden. Doch nun sind auch diese Verhandlungen vorbei.

1&1 Drillisch will nur dann ein 5G-Netz aufbauen, wenn es nationales Roaming in den bestehenden 4G-Netzen der Konkurrenz gibt. Fast zwei Jahre verhandelt United-Internet-Chef Ralph Dommermuth mit den drei Netzbetreibern. Doch ungeachtet mehrerer Treffen von Haas mit United-Internet-Chef Ralph Dommermuth sind für den für seine Sparsamkeit bekannten Milliardär alle Offerten "nicht marktkonform" .

"Wir wollen jetzt endlich starten" , sagte Dommermuth im November 2020 dem Manager Magazin. "Mehr als anderthalb Jahre nach der 5G-Auktion ist ein faires National-Roaming-Angebot nicht zu viel verlangt."

Er sei "ready to go" , sagte Dommermuth. Doch die Konkurrenz wolle den Aufstieg des Mobilfunkproviders mit der Marke 1&1 zum Netzbetreiber mit allen Mitteln verhindern.


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