Telefónica: Open RAN für bundesweiten Rollout wohl nicht tauglich

Ein Experte von Telefónica Deutschland äußert sich vorsichtig, aber eher negativ zu Open RAN. 1&1 Mobilfunk verwettet darauf seine Zukunft.

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Jochen Bockfeld (2. v.l.), Vice President Network Core & Service bei Telefónica Germany
Jochen Bockfeld (2. v.l.), Vice President Network Core & Service bei Telefónica Germany (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Es sei "fraglich, ob die Open-RAN-Technologie für einen bundesweiten Rollout in Deutschland tauglich ist". Das sagte Jochen Bockfeld, Vice President Network Core & Service bei Telefónica Germany, am 21. Juni 2022 auf der Connect Conference in Dresden. "Wir bei der Telefónica halten es für eine sehr nützliche und erforderliche Erweiterungstechnik für lokale Netzabdeckung, für Private Networks und Private Networks Campus Solutions."

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1&1 Mobilfunk will mit Open RAN aber ein bundesweites 5G-Netz aufbauen und liegt damit zeitlich schon weit zurück.

Durch Open RAN würde sich das Ökosystem der Branche ändern und die nächsten Jahre blieben spannend, meinte Bockfeld. Die Netzbetreiber wollen mit dem Einsatz und der Entwicklung der Me-Too-Technologie Open RAN die Macht der großen Netzausrüster Huawei, Nokia, Ericsson oder ZTE brechen. Viele wichtige Open-RAN-Ausrüster kommen aus den USA.

Open RAN bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Software zur Integration und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre, hochentwickelte Chips der Ausrüster und die entsprechende Software muss verzichtet werden, weshalb man nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik ist. In Mobilfunknetzen auf dem Land gebe es mit Open RAN noch Probleme mit der Energieeffizienz und der Performance der Antennen, hatte ein Telekom-Manager zuvor erklärt.

Telefónica hat Erfahrungen mit Open RAN

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Telefónica hatte im Januar 2022 in München seine zwei ersten LTE-Small-Cells aus Open RAN aktiviert. Im weiteren Verlauf des Jahres soll die Installation von 5G-Open-RAN als Small Cells folgen.

Die Mini-Funkzellen, angebracht an einer Gebäudefassade in der Klenzestraße im Münchner Gärtnerplatzviertel, ergänzen das auf Dächern im Innenstadtbereich installierte Mobilfunknetz. Der Integrator ist die japanische NEC. Open RAN im Bereich Small Cells bietet sich an, da hier die Herausforderungen durch die geringe Ausgangsleistung niedrig sind. Zudem handelt es sich erst einmal nur um LTE, nicht um 5G.

Telefónica Deutschland setzt wie die anderen deutschen Netzbetreiber seit Jahren hauptsächlich auf zwei Lieferanten, in diesem Fall auf Huawei und Nokia. Mit ihrer Technologie wird das Zugangsnetz jeweils in unterschiedlichen Bereichen des Landes errichtet.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der Veranstaltung teilgenommen. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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