Telefónica: Laut Bundesnetzagentur kein Rechtsanspruch auf O2-Hotline

Die Bundesnetzagentur bekommt deutlich mehr Beschwerden über den Mobilfunkbetreiber O2 als sonst üblich. "Wir beobachten ein deutlich erhöhtes Beschwerdeaufkommen, weil die Hotline von O2 nur schwer erreichbar ist" , sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe allerdings keinen Rechtsanspruch auf eine Hotline, erklärte der Sprecher.
Zuvor hatten Golem.de und Teltarif.de(öffnet im neuen Fenster) über das Problem berichtet. Ein Testanruf von Golem.de ergab erst einmal häufige Abbrüche beim Verbindungsaufbau. Als dann eine Verbindung zu dem Call-Center zustandekam, erklärte das Vermittlungssystem: "Die durchschnittliche Wartezeit beträgt 45 Minuten." Eine Beschäftigte vom Callcenter von Telefónica O2 bestätigte Golem.de das Problem. "Die verteilen Kollegen an die Kundenbetreuung, damit es wieder besser abgedeckt wird" , sagte sie.
Nach Kundenbeschwerden über die Servicequalität von O2 erwägt die Bundesnetzagentur Schritte gegen den Betreiber. "Wir prüfen, ob und welche Maßnahmen gegen das Unternehmen eingeleitet werden können."
Telefónica-Sprecher räumt Problem ein
"Aufgrund eines erhöhten Rückfrage- und Informationsbedarfs" könne es im Zuge der Integration von Telefónica Deutschland und E-Plus zu längeren Wartezeiten kommen, sagte ein Telefónica-Sprecher.
Teltarif.de hatte im vergangenen Monat berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass der Call-Center-Betreiber Arvato und O2 die Zusammenarbeit bis zum Jahr 2017 beendet hätten: "Das Unternehmen Arvato, das eine Tochter des Bertelsmann-Konzern ist, wird noch bis Ende Juni 2017 im Kundenservice für O2 tätig sein, bis dahin geht der Service schrittweise auf Telefónica-eigene Call-Center über."



