Telefónica: Keine neue LTE-1800-Nutzung bei E-Plus
Die Telefónica wird das frühere LTE-Netz von E-Plus im Bereich von 1.800 MHz nicht wieder aktivieren. Unternehmenssprecher Jörg Borm sagte Golem.de: "Die Anschaltung von LTE1800 an einigen Standorten ist lediglich ein kurzer, temporärer Test gewesen – mehr aber auch nicht."
Die Telefónica musste bei der E-Plus-Übernahme den LTE-Frequenzbereich bei 1.800 MHz an den Konkurrenten Vodafone abgeben. Im Telefon-Treff-Forum hatten Nutzer aus Potsdam berichtet(öffnet im neuen Fenster), dass dort das LTE-Netz an vielen Standorten wieder aktiv gewesen sei. Auch aus Chemnitz, Wiesbaden und Köln gab es Berichte in dem Forum.
Für 4.5G mit Datenübertragungsraten von 1,2 GBit/s müssen Frequenzbänder gebündelt werden. Die Deutsche Telekom hatte bei einer Demonstration mit Nokia vier Carrier in den Frequenzbändern von 1.800 MHz, 2.100 MHz und 2,6 GHz sowie 4x4-MIMO-Technologie und neue Nokia-Basisstationen eingesetzt.
In der U-Bahn weiter 1.800-MHz-Frequenzband
In der Berliner U-Bahn nutzt die Telefónica weiter 4G-Technik im 1.800-MHz-Frequenzband. Das gab das Unternehmen im Juli 2016 in seinem Blog bekannt. "Telefónica hat das gesamte unterirdische Netz umgebaut und freigeschaltet für die neue 4G-Technik im 1.800-MHz-Frequenzband", erklärte Borm. Damit sei es durch den Frequenzwechsel allen Berliner O2-Kunden möglich, neben UMTS im Tunnelsystem mit LTE das Internet zu nutzen.
Am 15. April 2015 aktivierte Telefónica Deutschland das Roaming zwischen den UMTS-Netzen von E-Plus und O2. Beteiligt waren daran 2,9 Millionen O2-Kunden und 2,6 Millionen Kunden von E-Plus.
Seit Anfang Oktober 2014 ist E-Plus eine hundertprozentige Tochter von Telefónica. Die Übernahme von E-Plus hatte ein Volumen von zwölf Milliarden Euro.
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