Telefónica Deutschland: Mehr gedrosselte 5G-Antennen mit Gigabit-Frequenzen
Telefónica/O2 hat rund 1.300 5G-Antennen in rund 60 deutschen Städten in Betrieb. Das gab das Unternehmen am 20. Mai 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Damit hat der Netzbetreiber die Zahl der Städte mit 5G-Versorgung binnen weniger Wochen verdoppelt, liegt aber bei 5G insgesamt weit hinter der Deutschen Telekom und Vodafone zurück.
Das Besondere ist jedoch: Alle 5G-Antennen funken über 3,6 GHz-Frequenzen, mit denen sehr hohe Datenraten möglich sind. Nur im Bereich 3,6 GHz hat 5G tatsächlich auch 5G-Eigenschaften mit Datenübertragungsraten von 1 GBit/s und mehr.
Geboten wird jedoch von Telefónica nur eine Datenrate von maximal 300 MBit/s und bis zu 50 MBit/s im Upload, hier wäre mehr möglich. Offenbar regelt Software die Datenrate herunter. "Tarifseitig können unsere Kunden aktuell mit bis zu 500 MBit/s im O2-Netz surfen. Seit Mai 2021 steht unseren Kunden dafür der neue O2 Free Unlimited Max mit bis zu 500 MBit/s in unserem 4G- und 5G-Netz zur Verfügung" , sagte Unternehmenssprecher Florian Streicher Golem.de auf Anfrage.
Zeigt her eure Antennen
Damit liegt die Telefónica im Bereich 3,6-GHz vor Vodafone. Mehr als 1.000 Antennen von Vodafone seien im 3,5-GHz-Bereich, hatte der Netzbetreiber Ende März 2021 erklärt. Derzeit funken mehr als 1.400 Antennen – das entspricht über 400 Standorten – in 30 deutschen Städten auf der 3,6-GHz-Frequenz, erklärte die Telekom am 20. Mai.
Entscheidend ist jedoch nicht nur die Zahl der Antennen, sondern auch der Standorte. So funken rund 250 5G-Antennen auf 3,6 GHz in Berlin, über 120 in Hamburg sowie jeweils über 100 in Köln, München und Stuttgart.
Darüber hinaus hat O2 sein 5G-Netz in den vergangenen Wochen in Augsburg und Ingolstadt (Bayern), Aachen, Gelsenkirchen und Schwerte (Nordrhein-Westfalen) sowie Sindelfingen, Affalterbach oder Marbach am Neckar (Baden-Württemberg) gestartet. Erste 5G-Sender funken auch in Wiesbaden (Hessen) und Mainz (Rheinland-Pfalz).
Telefónica mit 5G auch im Kern
Telefónica hat zudem sein neues 5G-Standalone-Kernnetz in Betrieb genommen. Nur Vodafone war hier im April 2021 schneller und bietet bereits erste Endgeräte. Die neuen 5G-Standalone-Server im Münchner Rechenzentrum seien mit 5G-Antennen im O2 Livenetz verbunden, erklärte Telefónica.
"Wir sind stolz darauf, dass wir unser neues 5G-Standalone-Kernnetz bereits frühzeitig implementiert haben. Unser O2-Netz der Zukunft nimmt klare Formen an" , sagte Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefónica Deutschland. Kommerzielle Angebote für O2-Kunden mit 5G-Standalone gibt es jedoch noch nicht.
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