Telefónica: Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G ist doch möglich
Die Bündelung von Datenübertragungsraten von 700 MHz und 800 MHz bei LTE und 5G ist möglich und könnte zur Verfügung gestellt werden. Das haben Recherchen von Golem.de ergeben. Der Netzbetreiber Telefónica hatte in einem Positionspapier an die Beiratsmitglieder der Bundesnetzagentur erklärt: "Funktionalitäten zur Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G sind auf dem Markt nicht verfügbar, weder in der Systemtechnik noch in den Endgeräten." Daher könne das 5G-Ausbauziel bis Ende 2022 nur mit LTE realisiert werden.
Huawei CloudRAN: 4G und 5G in einem Spektrum
Die drei Netzausrüster Huawei, Ericsson und Nokia haben die Aussagen der Telefónica auf Anfrage von Golem.de nicht kommentiert. Huawei etwa bietet jedoch mit dem Produkt CloudRAN, das auf dem Mobile World Congress 2018 vorgestellt wurde(öffnet im neuen Fenster) , eine Basisstation, die auf Basis des 3GPP-Standards gleichzeitig 2G, 3G, 4G und 5G und den Parallelbetrieb beispielsweise von 4G und 5G in einem Spektrum unterstützt.
Die verteilte Netzwerkarchitektur nutzt die Trennung von Steuerungsebene und Benutzerebenen (CUPS), wodurch Betreiber die Steuerungsebene in einem zentralen Rechenzentrum bereitstellen und den Bereitstellungsort für die Benutzerebene je nach Dienstszenario auswählen können. Damit wäre auch eine Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G durch Software möglich. Zudem wird die erste Welle des 5G-Einsatzes laut Experten in Gebäuden und dicht besiedelten städtischen Gebieten stattfinden.
Für eine Versorgung der Bevölkerung mit einer Datenübertragungsrate von 300 MBit/s wären mit dem derzeit verfügbaren Umfang an Flächenspektrum über 200.000 Mobilfunkstandorte in Deutschland erforderlich, vertritt dagegen die Telefónica.
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