Telefónica: 5G-Test für TV-Übertragung im Bayerischen Oberland

Die Telefónica ist dabei, wenn in Bayern großflächige TV-Übertragung im Rundfunkmodus FeMBMS mit 5G ausprobiert wird. Dafür werden TV-Signale als Versuchsfunk im Kanal 56 abgestrahlt.

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Testsendungen vom Sender Wendelstein
Testsendungen vom Sender Wendelstein (Bild: IRT)

Im Forschungsprojekt 5G-Today entsteht im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld für den Rundfunk. Das gab das leitende Institut für Rundfunktechnik (IRT) am 23. Januar 2018 bekannt. Projektpartner sind der Hersteller von Antennen- und Satellitentechnik Kathrein und die Messtechnikexperten Rohde & Schwarz.

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Erprobt wird die großflächige TV-Übertragung im Rundfunkmodus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) in 5G. Assoziierte Partner sind Telefónica Deutschland und der Bayerische Rundfunk, der das 5G FeMBMS-Sendernetz auf seinen Senderstandorten betreibt.

5G bietet laut IRT "ein großes Potenzial für die effiziente Verbreitung von Medieninhalten. Mit der Einführung von 5G könnte ein weltweiter Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potentiellen TV-Empfängern entstehen."

Große und kleine Senderzellen kombiniert

Jochen Mezger, Geschäftsfeldleiter Netztechnologien am IRT, sagte, dass die Rundfunkanforderungen für 5G definiert und in die internationale Standardisierung erfolgreich eingebracht wurden. "Diese enthalten unter anderem einen 100-Prozent-Rundfunkmodus sowie vergrößerte Senderabstände." Die Standardisierungsergebnisse würden jetzt in einem Testfeld umgesetzt und evaluiert.

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Große und kleine Senderzellen würden kombiniert. Dafür werden TV-Signale als Versuchsfunk im Kanal 56 vom BR-Sender Wendelstein und von weiteren Senderstandorten des BR im Raum München gleichzeitig abgestrahlt. Der Beginn von ersten Ausstrahlungen sei für Ende 2018 vorgesehen. Bis dahin würden Komponenten für Aussendung und Empfang entwickelt und installiert.

"Damit wird eine großflächige und wirtschaftliche Fernsehprogrammverbreitung möglich", sagte Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik des Bayerischen Rundfunks.

Die Telefónica will die Tests zur Verbreitung von Medieninhalten mit 5G-Netzen unterstützen. "Deshalb werden wir 5G-Today bei Bedarf weiteres 700 MHz Spektrum zur Verfügung stellen", sagte Jaime Lluch, Director Radio Access Network von Telefónica Deutschland.

Ralf Exler, Leiter des Innovationsmanagements bei Kathrein, sagte: "Wir werden bei 5G-Today die Antennen und Netzparameter in der Praxis optimieren und auch Testfahrten durchführen."

Das Forschungsprojekt 5G-Today wird über die Laufzeit von 28 Monaten durch die Bayerische Forschungsstiftung gefördert.

Erste technische Ansätze zur Integration von Rundfunk in LTE/5G wurden bereits im bayerischen Forschungsprojekt IMB5 von 2014 bis 2016 erfolgreich untersucht und in Versuchsnetzen in München und Erlangen demonstriert.

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