Telefónica: 5G könnte "das letzte G" sein

Telefónica will den Ausbau von 5G anders betreiben als bei bisherigen Generationen des Mobilfunks.

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Jochen Bockfeld, Vice President Network Core & Service bei Telefónica Germany
Jochen Bockfeld, Vice President Network Core & Service bei Telefónica Germany (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

5G könne das letzte G im Mobilfunk sein. Das sagte Jochen Bockfeld, Vice President Network Core & Service bei Telefónica Germany, am 21. Juni 2022 auf der Connect Conference in Dresden. Der Mobilfunkbetreiber komme gut mit dem 5G- und 5G-SA-Ausbau voran. "Doch welchen Service bieten wir genau damit an? Es geht nicht nur darum, ein weiteres 'G' zu errichten. Wenn 5G nur als weiteres G (Generation) des Mobilfunks errichtet wird, dann kann es das letzte G sein, was wir bauen."

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Es gehe bei der neuen 5. Generation nicht nur um höhere Datenrate und niedrigere Latenz, betonte er. Man müsse mit der Konnektivität Geld verdienen können und Kundenbedürfnisse erfüllen. 5G habe die Besonderheit, dass es von Anfang bis Ende standardisiert sei. "Dabei ist Network Slicing für spezialisierte Dienste besonders wichtig", betonte Bockfeld.

E-Pay beim Bäcker kommt an

E-Pay-Dienste werden bei Bäckereien zunehmend genutzt, stellte Bockfeld mit einer kleinen Umfrage im Publikum fest. Hier gebe es eine Nachfrage nach Digitalisierung. "Ein Use Case ist also da. Bei 3G haben wir auch schon erklärt, wir können den Kühlschrank mit dem Internet verbinden. Doch es gab keinen Use Case, keinen Anwendungsfall dafür", sagte Bockfeld.

Die Netzbetreiber müssten sich danach richten, was die Kunden wirklich brauchen, welche Probleme gelöst werden müssen. "Kunden nehmen keine Technologie an, sie suchen sich einen Service aus." Man müsse Dienste verkaufen, nicht nur Konnektivität.

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Die Cloud spiele bei 5G nicht nur für die IT eine Rolle, sondern auch das Netzwerk müsse software-defined werden, betonte Bockfeld. Das sei wichtig, um neue Services zu bringen und zu skalieren. "Wir arbeiten bereits sehr eng mit den Hyper Scalern AWS, Google und Microsoft Azure zusammen", sagte er. Die Cloud werde so zum Game Changer für den Netzausbau. Dagegen gibt es zunehmend Sicherheitsbedenken dazu, US-Konzerne so tiefgehend in die Netzwerke zu lassen. Die USA und ihre Geheimdienste haben nach dem Patriot Act und aktuell dem Cloud Act weitreichende Zugriffe auf die Daten von US-Cloud-Providern auch im Ausland.

Huawei: 5G benötigt Erweiterungen wie 5G Advanced

Michael Lemke, Chief Security Officer bei Huawei Deutschland, sagte, dass er in der Branche bereits alle Gs gesehen habe: "5G entwickelt sich schnell. Laut Angaben der GSMA hatten wir im Jahr 2021 schon 200 5G-Netzwerke weltweit und das Wachstum von 4G geht schon zurück."

In China liefen schon viele Anwendungen für 5G in Industriebereichen wie Bergbau, Produktion oder Häfen. "Diese Anwendungen sind skalierbar und lassen sich auf andere Betriebe der Branche übertragen", betonte Lemke. Doch 5G benötige Erweiterungen wie 5G Advanced, wo Huawei viele Vorschläge an die Normierungsorganisation 3GPP gemacht habe, "von denen viele angenommen wurden", sagte Lemke.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der Veranstaltung teilgenommen. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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M.P. 24. Jun 2022 / Themenstart

Bei schlechter Signalqualität wird bei LTE aber adaptiv an Modulationsparametern und der...

Kein Kostverächter 22. Jun 2022 / Themenstart

Wenn man Endkunde ist, ist das die einzig relevante Sichweise. Warum sollte man die...

M.P. 22. Jun 2022 / Themenstart

... was die Modulationstechnik usw. angeht scheint das zu stimmen. Im Bereich der...

0x8100 21. Jun 2022 / Themenstart

sponsor _h_uawei hätte das sicherlich gerne :)

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