Telefónica: 5G-Datenrate durch Bündelung "fast verdoppelt"

Telefónica Deutschland will bei 5G durch Carrier Aggregation mehr bieten. Doch durch fehlende Informationen muss man hier rätseln.

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Bündelung am Konzernhauptsitz von Telefónica Deutschland
Bündelung am Konzernhauptsitz von Telefónica Deutschland (Bild: Telefónica Deutschland)

Telefónica Deutschland hat in München "mehrere Frequenzen" in seinem 5G-Netz gebündelt. Das gab der Netzbetreiber am 7. Mai 2021 bekannt. Dadurch werde die 5G-Datenrate nahezu verdoppelt. Das Entscheidende, nämlich welche Frequenzen hier gebündelt werden, sagte Telefónica jedoch nicht. Eine Anfrage dazu wurde nicht beantwortet.

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Im Detailtext versteckt, kann man es jedoch herauslesen. Es handelt sich um 700 MHz und 3.6GHz. Damit ist die Aussage, die Datenrate sei "fast verdoppelt" jedoch ein bisschen übertrieben.

"Dabei ist Carrier Aggregation ein wichtiger Schritt", erklärte Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefónica Deutschland. "Der nächste wichtige Schritt für uns wird der Start von 5G-Standalone sein." Die Bündelung von Frequenzen sei ein Baustein auf dem Weg zum 5G-Standalone-Betrieb.

Telefónica hat bisher eine 5G-Mobilfunkanlage am Münchener Helene-Mayer-Ring 10 unweit des O2 Towers mit Carrier Aggregation erweitert. Weitere Standorte im Bundesgebiet sollen "zeitnah folgen". Damit Kunden die Vorteile der 5G-Frequenzbündelung nutzen können, benötigen sie ein Smartphone wie beispielsweise das Xiaomi Mi 11 5G.

5G: Was bringen die einzelnen Frequenzen?

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Aktuell verwendet Telefónica für das 5G-Netz Frequenzen bei 3.600 MHz, womit sehr hohe Datenraten möglich sind. Eine 5G-Station in dem Band kann bereits 1 GBit/s erreichen, versorgt aber nur einen Umkreis von maximal einem Kilometer.

Mit 700 MHz sowie 1.800 MHz kämen in Zukunft weitere Frequenzen hinzu, erklärte der Netzbetreiber.

5G-Frequenzen aus dem Mid-Band im 1,8-Gigahertz-Bereich versorgen einen Umkreis von bis zu drei Kilometern und bringen momentan Bandbreiten von bis zu 500 MBit/s in der gesamten Funkzelle. Ähnliche Datenraten können an diesen Stationen auch mit LTE erreicht werden. Im Low-Band bei 700 Megahertz reichen die Frequenzen bis zu acht Kilometer weit und bringen Datenraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde, bei 5G und im LTE-Netz.

Nachtrag vom 11. Mai 2021, 16:59 Uhr

"Wir bündeln am Standort in München aktuell die beiden Bänder 3.600 und 1.800 MHz, denkbar sind aber durchaus auch andere Kombinationen", sagte Telefónica-Sprecher Jörg Borm Golem.de auf Anfrage.

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Dystopinator 08. Mai 2021

da sie von fast verdopplung reden haben sie wohl mindestens zwei kanäle mit ähnlich hohen...

JeWie 07. Mai 2021

Der Arbeiter auf dem Bild ist kein Seilzugangstechniker, das man an seiner PSAgA erkennen...



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