Telefónica: 5G-Ausbau würde "uns rund 76 Milliarden Euro kosten"

Laut Berechnungen der Telefónica wäre ein breiter 5G-Ausbau mit den bisher diskutierten Frequenzen praktisch unbezahlbar. In Deutschland wären dafür über 200.000 Mobilfunkstandorte erforderlich.

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5G-Antennen
5G-Antennen (Bild: 5G Wireless Communications)

Für eine Versorgung der Bevölkerung mit einer Datenübertragungsrate von 300 MBit/s wären mit dem derzeit verfügbaren Umfang an Flächenspektrum über 200.000 Mobilfunkstandorte in Deutschland erforderlich. Das wendet der Netzbetreiber Telefónica in einem Positionspapier an die Beiratsmitglieder der Bundesnetzagentur ein, das Golem.de vorliegt. Es gibt pro Mobilfunkbetreiber in Deutschland gegenwärtig rund 25.000 Antennenstandorte, ingesamt also circa 75.000.

Die Forderung des Beirats vom 25. Juni 2018, bis Ende des Jahres 2025 98 Prozent der Bevölkerung mit 300 MBit/s zu versorgen, ist laut Telefónica mit dem vorhandenen Flächenspektrum faktisch nicht erfüllbar, weil deutlich zu wenig Spektrum unter einem GHz verfügbar ist. Würde man hierzu Kapazitätsspektrum verwenden, das wesentlich weniger Fläche versorgen kann, wären in der Folge rund 70.000 zusätzliche Basisstationen und Investitionen in Höhe von über 25 Milliarden Euro pro Netzbetreiber nötig. "Inklusive der vom Beirat gewünschten Versorgung der Verkehrsinfrastruktur mit 5G müsste allein Telefónica insgesamt rund 76 Milliarden Euro investieren und über 200.000 Mobilfunkstandorte in Deutschland betreiben", betonte die Telefónica. Diese Zahlen sind schwer zu überprüfen, da die Mobilfunkausrüster keine Angaben machen, die ihre Kunden negativ darstellen würden.

Flächenversorgung wäre möglich, aber ...

"Ein Gesamtkonzept für die Flächenversorgung ist weiterhin möglich, wenn verfügbare Flächenfrequenzen verlängert und neues Spektrum bereitgestellt wird", erklärte die Telefónica. Das vorliegende Vergabeverfahren betreffe lediglich Kapazitätsfrequenzen im Bereich 2 GHz und 3,6 GHz und biete keine Möglichkeit, die bestehenden Flächenversorgungsauflagen im Wege der Anordnung signifikant anzuheben.

Das 800-MHz-Band werde seit der Vergabe im Jahr 2010 mit 4G (LTE) ausgebaut. Das 700-MHz-Band erlaube zwar technisch 4G, sei als 5G-Prioritätsband der EU jedoch für den Ausbau von 5G in der Fläche vorgesehen und entsprechend in den Netzausbauplänen verankert. "Funktionalitäten zur Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G sind auf dem Markt nicht verfügbar, weder in der Systemtechnik noch in den Endgeräten." Daher könne das Ausbauziel bis Ende 2022 nur mit LTE realisiert werden. "Dies macht dann einen Ausbau von 4G auch im 700-MHz-Band erforderlich, das demnächst eigentlich mit 5G ausgebaut werden sollte", erklärte der spanische Konzern.

Am Montag hat sich der Beirat mit der für das kommende Frühjahr geplanten Versteigerung der 5G-Lizenzen beschäftigt. "Wir nehmen die Wünsche des Beirats sehr ernst und beziehen sie umfassend in unsere Entscheidungsfindung ein", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, nach dem Treffen. In dem 32-köpfigen Gremium sitzen je zur Hälfte Bundestagsabgeordnete und Vertreter der Bundesländer. Ein Vetorecht für die Entscheidungen der Bundesnetzagentur hat der Beirat nicht.

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plutoniumsulfat 28. Sep 2018

Bringt aber auch nur bei großen Datenmengen was. Bekomm ich jetzt in Messenger XY ne...

jak 26. Sep 2018

Doch natürlich ist das geplant. 5G soll die fläche abdecken, und auch DVB-T2 ersetzen...

itse 25. Sep 2018

investiert mit unseren steuergeldern. perfekt für den nimmersatten deepstate in form von...

Marcelo86 25. Sep 2018

Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Daraus folgend, würde ich mir nun als Laie...



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