Abo
  • Services:
Anzeige
"Your computer is hacked..."
"Your computer is hacked..." (Bild: Jörg Thoma)

Hütchenspiele im Terminal

Oha! Will Harry jetzt irgendeine dubiose Software auf meinem Rechner installieren? Nee. Stattdessen öffnet er ein zweites Terminalfenster, hangelt sich zum Stammverzeichnis hinunter und gibt seinen Scan-Befehl ein: tree. Tree? Ist das sein Ernst? Der Befehl listet doch nur sämtliche Dateien und Ordner auf, denke ich mir. Harry redet weiter ohne Unterlass auf mich ein. Der Scan werde zeigen, dass auch mein Computer gehackt sei, sagt er.

Anzeige

Plötzlich ändert sich die Schriftfarbe im Terminalfenster von Weiß zu Rot und die Zeile "Your Computer has been hacked - check your certificate" erscheint. Harry ist wieder aufgeregt. Mir fällt auf, dass im Terminal ein Fehler ausgegeben wurde und der Befehl color c zu sehen ist. Harry hat offenbar per Copy and Paste eine kleine und schlecht programmierte Batch-Datei eingegeben und ausgeführt, wie ich beim nachträglichen Betrachten des Videos sehe. Die spuckt die von ihm verfasste Warnung aus, mein Computer sei gehackt, und ändert die Schriftfarbe in warnendes Rot.

Deutsche Hacker auf meinem Rechner

Die Hacker seien vermutlich gerade auf meinem Rechner aktiv, sagte Harry und gibt als Beweis den Befehl netstat ein. Der listet aktive Netzwerkverbindungen auf. Hier sind es die Server von Google. Kein Wunder, die Webseite ist im Browser ja geöffnet. Es seien sogar deutsche Hacker, sagt mir Harry. Sie seien wohl aus Berlin, folgert er noch aus dem Namen des Servers.

Ob ich wisse, was ein Zertifikat sei und was seine bisherigen Untersuchungen bedeuteten, will Harry wissen. Ich gebe weiterhin den unbedarften Computerbenutzer. Deutsche Hacker hätten mein legitimes Microsoft-Zertifikat durch ihr eigenes ersetzt und damit meinen Rechner übernommen. Jetzt werde mein Computer von den Hackern für ihre illegalen Zwecke missbraucht, erklärt und tippt Harry.

Falsche Zertifikate

Als Beweis ruft Harry jetzt die Zertifikatsverwaltung von Windows auf. Dort klickt er unter Vertrauenswürdige Stammzertifikate auf den Eintrag Microsoft Authenticode(tm) Root Authority. Im Fenster teilt mir Windows mit, dass dieses Zertifikat abgelaufen sei. Tatsächlich ist das der Fall, wie mir Microsofts Supportseiten mitteilen. Das Zertifikat wurde ursprünglich für Windows XP und Windows Server 2003 ausgestellt und ist aus Kompatibilitätsgründen auch noch in Windows 7 enthalten. Es stellt sicher, dass Code und E-Mails, die damals damit signiert wurden, auch unter späteren Windows-Versionen als legitim angesehen werden.

 Ab in meinen Honigtopf!Alles ist kaputt! 

eye home zur Startseite
Fíli 20. Jun 2016

Och, je nach Rufnummer im Display (Bin Wohnhaft in der CH) Federal Buero of...

Bachsau 19. Jun 2016

Hä? Was hast du für'n Problem?

Bachsau 19. Jun 2016

Wasn das für'n Film? Gibts eigentlich in Indien keine Gesetze gegen sowas? Ich meine, den...

Friko44 16. Jun 2016

Es ist nicht immer leicht, das stimmt. Wobei ich das Brechdeutsch eines Inders nicht...

newbit 13. Jun 2016

+1



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BG-Phoenics GmbH, München
  2. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim
  3. PTV Group, Karlsruhe
  4. TADANO FAUN GmbH, Lauf an der Pegnitz / bei Nürnberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Big Bang Theory, The Vampire Diaries, True Detective)
  2. (u. a. Warcraft Blu-ray 9,29€, Jack Reacher Blu-ray 6,29€, Forrest Gump 6,29€, Der Soldat...
  3. (u. a. The Revenant 7,97€, James Bond Spectre 7,97€, Der Marsianer 7,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später

The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. Polar Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung
  2. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  3. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller

  1. Re: Machen wir doch mal die Probe aufs Exempel

    Sharra | 19:32

  2. "mangelnde Transparenz"

    Lord Gamma | 19:32

  3. Re: Siri und diktieren

    Lord Gamma | 19:30

  4. Anbindung an Passwortmanager

    nille02 | 19:23

  5. Von Maas lernen

    klaus9999 | 19:12


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel