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Telefon-Hacking: Das bewegte Leben des Captain Crunch

Er hackte Telefongesellschaften und wurde dafür dreimal verurteilt. Für Steve Jobs entwickelte er eine der ersten Textverarbeitungen. Captain Crunch war einer der ersten Hacker - und er hat noch viel vor. Golem.de hat ihn interviewt. Vielmehr: Wir ließen ihn erzählen.

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Hackerlegende John Draper alias Captain Crunch hat viel erlebt - und noch viel vor
Hackerlegende John Draper alias Captain Crunch hat viel erlebt - und noch viel vor (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Den Namen Captain Crunch wählte John Draper nicht, weil er die Frühstücksflocken mit dem Piratenmaskottchen mochte. Es ging um das, was den Knusperflocken in den 1970er Jahren beilag: Pfeifen. Die brauchten er und die sogenannten Phone-Phreaks, um kostenlos zu telefonieren. John T. Draper alias Captain Crunch war einer der ersten Hacker überhaupt. Er und andere Phreaks telefonierten nicht nur weltweit kostenlos, sondern legten fast die gesamte Infrastruktur der Telefongesellschaften offen - damals, als es noch kein Internet gab.

Heute ist Captain Crunch 69 Jahre alt, und ein wechselvolles Leben sowie Gefängnisaufenthalte und eine fehlende Krankenversicherung haben ihn den Großteil seiner Zähne gekostet. Reden will er anfangs auch nicht - zumindest nicht über alles. Wir sind bereits bei der Vermittlung des Interviewtermins vorgewarnt worden: bloß nicht Apple und Steve Jobs erwähnen, unbedingt irgendwie sein Vertrauen gewinnen! Tatsächlich steckt Draper gleich zu Beginn unseres Gesprächs seine Bedingungen ab. Er werde nicht über Steve Jobs sprechen und auch nicht über Steve Wozniak. Und nur ein bisschen über seine Zeit als Telefonhacker. Nur ein bisschen! Reden wolle er dagegen über die Autobiografie, an der er arbeite - und über seine neue Firma.

Wir tasten uns also vorsichtig heran. Ob er zum ersten Mal in Berlin sei? Nein, sagt er. Er habe länger in Berlin gewohnt, im November 1989 auf der Mauer getanzt und in Berlin damals auch Timothy Leary getroffen. Timothy Leary, der zu Flower-Power-Zeiten freien Zugang zu LSD propagierte - Kumpel einer Hackerlegende? Worüber sprechen zwei solche Menschen miteinander? "Über den Knast", sagt Draper. Leary war damals gerade wegen Drogengeschichten im Gefängnis gewesen, Captain Crunch stand wegen Telefon-Hackings vor seiner ersten Haft. Da hatte Leary gute Tipps für ihn. Captain Crunch lacht. Jahrelang seien sie befreundet gewesen. Auch wir sind jetzt auf dem besten Weg dazu. Captain Crunch ist im Erzählmodus. "Läuft die Kamera schon?", fragt er. Dann legt er los.

Ein kostenloses Selbstgespräch rund um die Welt 
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Konfuzius Peng 11. Okt 2012

Damals, als wir noch das Impulswahlverfahren hatten, konnte man bei einem Telefon...

fehlermelder 09. Okt 2012

Es war wohl eher die Faszination, mit Pfeiftönen Anlagen über das Telefon zu bedienen...

detructor15 09. Okt 2012

next up: Ada Lovelace / Charles Babbage, brauchen nur noch eine Zeitmaschine.

Anonymer Nutzer 09. Okt 2012

Natürlich weiß er was er da macht. Eine promotion Tour für seine kommende Biographie und...

Misdemeanor 09. Okt 2012

Ich finde das ganze Interview interessant, ein kluger Mensch, sehr sympathisch. Aber wenn...


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