Telefónica O2: Marke E-Plus soll vom Markt verschwinden

Nach der Übernahme von E-Plus will Telefónica Deutschland (O2) nicht alle Marken weiterführen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus(öffnet im neuen Fenster) aus Unternehmenskreisen soll die Marke E-Plus vom Markt verschwinden, Base für Vertragskunden soll es weiterhin geben.
Diskutiert wird demnach auch, die Prepaid-Angebote der beiden Mobilfunkbetreiber zusammenzulegen. E-Plus führt Marken wie Blau, Simyo und Ay Yildiz, die mit den O2-Marken Fonic und Türk Telekom konkurrieren. Offiziell erklärte die Telefónica, es sei keine Entscheidung für die Zeit nach dem Zusammenschluss gefallen.
Wie das Magazin erfuhr, zeichnet sich ab, dass der bisherige E-Plus-Chef Thorsten Dirks das neue Gemeinschaftsunternehmen leiten soll. O2-CEO René Schuster war Ende Januar aus der deutschen Telefónica ausgeschieden. Die Telefónica zahlt für E-Plus 3,7 Milliarden Euro, die niederländische E-Plus-Mutter KPN bekommt zudem einen Anteil von 24,9 Prozent am neuen Unternehmen. Die EU-Kommission prüft bis 23. Juni, ob sie der Fusion ohne Auflagen zustimmen wird.
Telefónica plant laut einem früheren Bericht , nach dem Zusammengehen mit E-Plus jeden dritten gemeinsamen Vertriebsshop zu schließen. Gegenwärtig hat der Mobilfunkbetreiber E-Plus nach eigenen Angaben 800 Shops, Telefónica Deutschland betreibt 1.000 Ladengeschäfte.
Die Synergieeffekte bei einem Zusammengehen von E-Plus und Telefónica würden zudem rund 400 Millionen Euro pro Jahr bei der Verwaltung, 660 Millionen bei Kundenservice und Vertrieb und fast 800 Millionen Euro beim Netzbetrieb betragen. Viele der insgesamt 10.000 Arbeitsplätze, rund 4.000 bei E-Plus und 6.000 bei der Telefónica, und auch einige Standorte werden wegfallen.



