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Telefónica/E-Plus: EU will Starthilfe für neuen Mobilfunk-Anbieter

Nach der geplanten Fusion von Telefónica und E-Plus gibt es auf dem europäischen Mobilfunkmarkt zu wenig Wettbewerb, fürchtet die EU-Kommission. Ein neuer Marktteilnehmer soll Funkmasten, Shops ein Callcenter übernehmen.
/ Peter Steinlechner und dpa
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Neuanbieter könnte Ressourcen von Telefónica/E-Plus übernehmen (Bild: E-Plus)
Neuanbieter könnte Ressourcen von Telefónica/E-Plus übernehmen Bild: E-Plus

Die EU-Kommission will nach Informationen der Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) mit Starthilfen für einen vierten Anbieter den Mobilfunkmarkt in Deutschland aufmischen. Das sehen dem Magazin zufolge die jüngsten Vorschläge für das Auflagenpaket vor, mit denen EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia die geplante Fusion der Mobilfunkbetreiber O2 und E-Plus genehmigen will.

Almunia befürchtet, dass die Fusion den Wettbewerb einschränken wird, weil es dann nur noch drei etwa gleich große Mobilfunkbetreiber gibt – Deutsche Telekom, Vodafone und eine fusionierte Telefónica-/E-Plus-Gruppe. Die Vorschläge liegen der Wirtschaftswoche zufolge den deutschen Mobilfunkanbietern derzeit zur Kommentierung vor.

Neben Frequenzen soll der Neuling demnach von einer fusionierten Telefónica-E-Plus-Gruppe auch Standorte für Funkmasten, rund 200 Shops sowie ein Callcenter für Kundenservice bekommen. Bis zum 31. Dezember 2014 hat Telefónica Zeit, Verträge mit einem Neuanbieter vorzulegen. Noch ist laut dem Bericht kein Interessent bekannt. Sollte weiterhin keiner auftreten, sollten Mobilfunkanbieter, die kein eigenes Netz besitzen, weitere Zugriffsrechte bekommen.

Bei den Konkurrenten stoßen die EU-Pläne auf Widerstand: "Die Auflagen schädigen alle Netzbetreiber", heißt es laut Wirtschaftswoche. Bleibe es bei den Auflagen, wolle man juristisch dagegen vorgehen. Die EU-Kommission überschreite ihre Kompetenzen. Die Pläne für die Übernahme von E-Plus durch O2 werden derzeit von der Brüsseler Behörde überprüft. Mit einer Entscheidung wird zum Ende des Halbjahres gerechnet, im dritten Quartal 2014 könnte der Zusammenschluss vollzogen werden.


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