Facebook: Telekom testet in Berlin Gigabit mit Virtual Fiber über Funk

Die Telekom setzt sehr unkonventionelle Technik von Facebook in Berlin ein. Bei dem Test geht es um ein Multi-Node-System, das bei 60 GHz funkt. Glasfaser muss in der Straße liegen.

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Die Partnerschaft Facebook/Telekom in Berlin
Die Partnerschaft Facebook/Telekom in Berlin (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom testet in Berlin ein drahtloses Multi-Node-System, um Gigabit in die Haushalte zu bringen. Das gab das Unternehmen am 11. Januar 2018 auf seinem Youtube-Kanal bekannt. "Schnelles Internet vom Laternenmast in die Hausnummer und von dort aus in die Wohnung", sagt die Telekom-Moderatorin in dem Video.

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Die Telekom nennt dies Virtual Fiber und will einen gigabitfähigen Zugang über Funk ins Haus bringen. Es handelt sich um das erste Testnetz dieser Art in Deutschland, die Technik ist eine Wireless-to-the-Building-Topologie.

Katja Henke vom Team für Technologie-Innovationen bei der Telekom erklärte, dass Virtual Fiber noch in einer frühen Testphase sei. "Die Antennen sind an vielen Laternen und bilden ein Netz über die Stadt wie ein Fischernetz. Wenn das Signal gestört wird, etwa durch einen Lkw, dann wird dieses Signal automatisch und blitzschnell an eine andere Antenne umgeroutet. Diese Antennen bringen auch die Verbindung nach Hause."

Nach den Worten von Andreas Gladisch, dem Verantwortlichen für Virtual Fiber der Telekom, geht es um eine Anbindung von einem letzten Faserpunkt in die Wohnung. "Wir wollen traditionelle geschlossene Ökosysteme verlassen und mit neuen Partnern Technik so entwickeln, dass wir sie flexibel und sehr schnell einsetzen können. Dafür gibt es jetzt Partnerschaften mit Facebook und anderen Systemherstellern." Schnelle Verfügbarkeit bietet auch der Netzwerkausrüster Huawei, die Telekom will aber an sehr preisgünstige Technik kommen.

Das ist Telekom Virtual Fiber

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Facebook hatte im April 2016 auf seiner F8-Konferenz mit Terragraph und Aries zwei neue Systeme vorgestellt. Terragraph ist ein Funksystem für dicht besiedelte Städte. Aries hieß Facebooks Machbarkeitsstudie zur Unterstützung von Funksignalen in Gebieten mit einer geringen Bevölkerungsdichte.

Bei Terragraph werden in einem drahtlosen Multi-Node-System viele preisgünstige Wigig-Access-Points entsprechend dem Standard IEEE 802.11ad eingesetzt, auch bekannt als Wireless Display. Dieser funkt im lizenzfreien 60-GHz-Band (Millimeterwellenfunk) und erreicht so deutlich höhere Datenraten als die etablierten WLAN-Standards 802.11ac. Der größte Nachteil von Funkverbindungen mit so hohen Frequenzen ist, dass sie Gegenstände nur sehr schlecht durchdringen können.

Das Terragraph-System soll optimiert sein für eine günstige Großserienproduktion, die unter den Preisen der üblichen Mobilfunkausrüstung liegen soll. Die Nodes müssen wegen der geringen Reichweite in Städten in Abständen von 200 bis 250 m aufgestellt werden. Facebooks Techniker implementierten dabei reine IPv6-Nodes, SDN-ähnliche Cloud Controller und ein neues modulares Routingprotokoll.

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bombinho 13. Jan 2018

Das sehe ich ebenso, eine einzige 60GHz Verbindung ist sicherlich noch recht problemlos...

bombinho 13. Jan 2018

Autsch. Ja ich meinte genau die Favorisierung von Vectoring gegenueber von G.Fast welche...

bombinho 11. Jan 2018

Fragen wir mal so, wie schaetzt du persoenlich die Wahrscheinlichkeit ein, dass es...

bombinho 11. Jan 2018

Bei der geplanten Dichte kein Problem ;)))))



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