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Tele Columbus: Schon wieder Führungswechsel beim zweitgrößten Kabelnetz

Nachdem Daniel Ritz die Finanzierung von Tele Columbus gesichert hat, übernimmt ein früherer Vodafone -Manager die Führung.
/ Achim Sawall
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Hat nach 3 Jahren genug: Daniel Ritz (Bild: Tele Columbus)
Hat nach 3 Jahren genug: Daniel Ritz Bild: Tele Columbus

Nach nur drei Jahren gibt Daniel Ritz seinen Posten als Chief Executive bei Tele Columbus wieder auf. Das gab der Kabelnetzbetreiber mit der Marke Pÿur am 9. September 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Ritz werde den zweitgrößten Kabelnetzbetreiber auf eigenen Wunsch verlassen.

Nachfolger wird der Vodafone-Manager Markus Oswald, der zuvor Bereichsleiter Immobilienwirtschaft bei dem Marktführer war. In den vergangenen 25 Jahren war er in leitender Funktion bei verschiedenen Kabelanbietern in Deutschland tätig, unter anderem bei der Deutschen Telekom, Kabel Deutschland und Vodafone. Ritz erklärte, er werde die Leitung des Unternehmens in einigen Monaten an seinen Nachfolger übergeben.

Tele Columbus versorgt rund drei Millionen Haushalte mit Internet, Telefonie und Fernsehen. Die Investmentfirma Kublai, die mehrheitlich dem US-Konzern Morgan Stanley und United Internet gehört, hält den Angaben zufolge rund 95 Prozent der Aktien. Nachdem die Aktie immer weiter gefallen war, nahm Kublai das Unternehmen von der Börse.

Tele Columbus will bestehende Fiber-To-The-Building-Zugänge bis in die Wohnung ausbauen. "Wo heute die Glasfaser bereits bis in die Keller reicht, setzt Tele Columbus auf eine Vollglasfaserversorgung bis in die Wohnungen hinein (FTTH)" , erklärte das Unternehmen Ende März 2021. Sonst müsse die Glasfaser zumindest im Gebäude enden (FTTB). "In den kommenden zehn Jahren wollen wir etwa zwei Milliarden Euro investieren, um diese Ausbauziele zu erreichen. Damit erhöhen wir unter anderem die Bau- und Installationskapazitäten." Tele Columbus begann den Ausbau mit Docsis 3.1 erheblich später als Vodafone.

Unternehmenssprecher Sebastian Artymiak sagte Golem.de: "Insgesamt werden derzeit 925.000 Haushalte mit Gigabit versorgt. Die Zahl der Docsis 3.1-Haushalte hat sich auf 1,1 Millionen erhöht." Seit kurzem würden mit der Umschaltung Kunden in Chemnitz, Frankfurt (Oder), Freital, Güstrow, Hoyerswerda und Plauen nebst benachbarter Ortschaften mit Gigabitinternet versorgt.


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