Tele Columbus: Koaxialkabel ist "noch sehr lange nutzbar"

Gut dimensioniert mit der "richtigen Anzahl von Wohnungen pro Node ist das Koaxialkabel noch sehr lange nutzbar" , sagte(öffnet im neuen Fenster) Timm Degenhardt, Chef von Tele Columbus, am 5. Juni 2019 auf der Branchenmesse Anga Com beim Breitbandgipfel: Glasfaserausbau im Faktencheck. Dabei wurde das Koaxialkabelnetz mit dem Glasfasernetz verglichen.
Timo von Lepel, Geschäftsführer von Netcologne, äußerte: "Es ist nicht egal, welche Technologie wir verlegen. Man kriegt mit HFC nicht das Glasfasernetz mit Open Access, das wir brauchen."
Noch viele Jahre für das Kabelnetz
Der größte Kabelnetzbetreiber Vodafone bietet derzeit einen Kabeltarif mit bis zu 1.000 MBit/s im Download und bis zu 50 MBit/s im Upload. Zuvor wurde berichtet, dass Vodafone Kabel bei Giax und deren Partner Wisi Communications Technik für die Ausrüstung der Kabelnetze mit Gigabit-Datenraten bestellt habe. Bei dem HelEOS-System handelt es sich um Modem- und Switch-Technologie. Ein HelEOS-System kann nach Vodafone-Angaben bis zu 10 GBit/s im Downstream und 10 GBit/s im Upstream-Bereich transportieren, so dass zusammen mit den in Docsis erzielbaren Datenraten 25 bis 30 GBit/s Summenrate über ein einzelnes Koaxialkabel möglich sind. Diese Technik soll im gesamten Netz von Vodafone zum Einsatz kommen, wie Golem.de aus informierten Kreisen erfuhr.
Die Nachfrage nach hohen Datenraten ist durchaus da: Laut Degenhardt bestellen von den Neukunden mehr als die Hälfte 200 oder 400 MBit/s. Mehr als 50 Prozent der Neukunden bestellten ab 400 MBit/s, bestätigte Winni Rapp, Chef von Unitymedia.
Im Koaxialnetz sinke am Abend die Datenrate. "Super Vectoring bietet hohe Datenraten, doch perspektivisch reicht das nicht. Am Ende des Tages sind wir bei FTTH, da sind wir uns einig" , sagte Dirk Wössner, Vorstand Deutschland bei der Deutschen Telekom. Doch der Ausbau des FTTH-Netzes sei eine Generationsaufgabe.



