Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Tele Columbus: Jährliches Datenvolumen steigt auf 2,44 Exabyte

Beim zweitgrößten Kabelnetzbetreiber Tele Columbus wuchs das Datenvolumen im Kernnetz. Golem bringt exklusiv die Zahlen.
/ Achim Sawall
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Christoph Lüthe, neuer Chief Executive Officer und Vorstandsvorsitzender Tele Columbus (Bild: Tele Columbus)
Christoph Lüthe, neuer Chief Executive Officer und Vorstandsvorsitzender Tele Columbus Bild: Tele Columbus

Im zurückliegenden Jahr 2025 setzte sich das Wachstum des transportierten Datenvolumens im Kernnetz von Tele Columbus fort. Das erklärte Unternehmenssprecher Sebastian Artymiak Golem auf Anfrage. " Insgesamt wurden 2,44 Exabyte Daten übertragen, was einem jährlichen Zuwachs von rund 19 Prozent entspricht (2024: 2,05 Exabyte). Damit wurde die Schwelle von zwei Exabyte nicht nur überschritten, sondern deutlich ausgebaut."

Da das Kundenwachstum im Internet- und Telefonie-Bereich im Jahr 2025 ebenfalls weiter stieg, lohne sich zur besseren Einordnung ein Blick auf den durchschnittlichen Datenverbrauch pro Kunde. "Dieser lag 2025 bei 325 GByte pro Monat, ein Anstieg von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (305 GByte)" , erklärte Artymiak.

Wo Tele Columbus Netz hat

Der kontinuierliche Anstieg des Datenverkehrs sei vor allem auf die weiter zunehmende Nutzung IP-basierter Dienste zurückzuführen. Ein Blick auf den Jahresverlauf zeige zudem bekannte saisonale Effekte: Während die Sommermonate – begünstigt durch längere Aufenthalte im Freien und Urlaubszeiten – tendenziell geringere Verkehrsspitzen aufwiesen, stieg das Datenaufkommen im Herbst und Winter deutlich an.

Tele Columbus ist mit deutlichem Abstand hinter Vodafone der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland, mit Schwerpunkt in Ostdeutschland. Tele Columbus deckt die größten Märkte mit zusammen knapp einer Million angeschlossener Haushalte in Berlin und München ab. Dazu kommen die ostdeutschen Bundesländer, wo mehr als 50 Prozent der Kabelhaushalte versorgt werden. In Städten wie Leipzig, Erfurt oder Halle sieht sich Tele Columbus als Marktführer.

Laut dem aktuellen Jahresbericht der Bundesnetzagentur stehen HFC-Netze mehr als 60 Prozent der Haushalte, insbesondere in urbanen Gebieten zur Verfügung. "Die am meisten gebuchten Breitbandanschlüsse (rund 60 Prozent) basieren weiterhin auf der DSL-Technologie, gefolgt von Anschlüssen auf HFC-Basis (ca. 22 Prozent). Allerdings setzt sich bei beiden Technologien die rückläufige Entwicklung der Anschlusszahlen fort" , erklärte die Behörde. In der Zeit von 2023 bis Mitte 2025 habe das HFC-Netz bei der Internetversorgung 100.000 Kunden verloren.


Relevante Themen