Teilzeitarbeit: Amazon probiert 30-Stunden-Woche aus

In einem Versuch will Amazon komplette Teams inklusive Manager in Teilzeit arbeiten lassen - 30 Stunden pro Woche und mit den gleichen Rechten wie Vollzeitkräfte. Möglicherweise ist der Schritt eine Reaktion auf frühere Medienberichte zur Arbeitsbelastung bei Amazon.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon testet Teilzeitarbeit.
Amazon testet Teilzeitarbeit. (Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

Der Onlinehändler Amazon hat einem Bericht der Washington Post zufolge versuchsweise ausgewählte Mitarbeiter auf 30-Wochenstunden-Schichten umgestellt. Anders als bei bestehenden Teilzeitkräften soll beim neuen Versuchsprogramm ein komplettes Team in Teilzeit arbeiten, also auch die Manager.

Zunächst nur Test mit einigen Dutzend Mitarbeitern

Stellenmarkt
  1. IT-Berater Konzeption Polizeianwendungen (w/m/d)
    Dataport, verschiedene Standorte
  2. Full Stack Entwickler (m/w/d) Service-Plattform
    CLAAS KGaA mbH, Herzebrock-Clarholz
Detailsuche

Der Washington Post zufolge beinhaltet das Programm aktuell nur ein paar Dutzend Mitarbeiter. Laut Amazon soll die reduzierte Arbeitszeit mit "Amazons diversifizierter Arbeiterschaft im Hinterkopf" ausprobiert werden. Der Onlinehändler habe realisiert, "dass die traditionelle Vollzeitarbeit kein 'One size fits all'-Modell" sei.

Die Teilzeit-Teams sollen im Bereich der Human-Resources-Abteilung Amazons arbeiten. Die Arbeitszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr, hinzu kommen weitere Stunden in einem flexiblen Modell. Die Bezahlung entspricht 75 Prozent derjenigen eines Vollzeitarbeiters, Einschnitte bei sonstigen Arbeitgeberleistungen soll es aber nicht geben. Der Washington Post zufolge sollen die Teilzeitkräfte jederzeit wieder auf eine Vollzeitstelle wechseln können.

Ein Sprecher von Amazon sagte der Zeitung, dass der Onlinehändler nicht vorhabe, die traditionelle 40-Stunden-Woche konzernweit abzuschaffen. Teilzeitkräfte sollen von innerhalb des Unternehmens sowie auch von außerhalb eingestellt werden.

Früherer Bericht kritisierte Arbeitsbedingungen bei Amazon

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Amazon äußerte sich nicht dazu, ob das neue Arbeitsmodell eine Reaktion auf einen Bericht der New York Times vom August 2015 sei. Damals hatte die Zeitung berichtet, dass es bei Amazon viel Druck und harte Arbeitsbedingungen geben soll. Quelle der Vorwürfe waren ehemalige und aktuelle Mitarbeiter des Onlinehändlers.

Damals hatte Amazon-Chef Jeff Bezos, dem auch die Wahington Post gehört, diesem Bericht widersprochen. Auch ein Amazon-Manager hatte eine Art Gegendarstellung geschrieben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plutoniumsulfat 30. Aug 2016

Warum soll Inflation kein Problem sein? Auch die Rücklagen sind ja kaum ein Problem, weil...

ClausWARE 29. Aug 2016

Und 3 Leute mit je 40-Wochenstunden schaffen mehr wie 4 mit je 30 Wochenstunden? Denn das...

Anonymer Nutzer 29. Aug 2016

Ganz sicher ist das nicht zum Nachteil von Amazon

michael_ 29. Aug 2016

Zu diesem Thema gibt es bereits viele Studien und Erfahrungen. Wenn ich mir selbst die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kabelnetz
Vodafone setzt neuartige Antennendosen ein

Ohne Radioport kommt die neue Antennendose und ist damit schon für DOCSIS 4.0 vorbereitet. Doch sie soll bereits jetzt Vorteile für Vodafone-Kunden bringen.

Kabelnetz: Vodafone setzt neuartige Antennendosen ein
Artikel
  1. Hybridmagnet: Chinesische Forscher erzeugen Rekord-Magnetfeld
    Hybridmagnet
    Chinesische Forscher erzeugen Rekord-Magnetfeld

    Mit einem Hybridmagneten hat ein Team in China einen Rekord aus den USA für das stärkste stabile Magnetfeld überboten.

  2. Bundesnetzagentur: Streit um Preis fürs Recht auf Internet entbrannt
    Bundesnetzagentur
    Streit um Preis fürs Recht auf Internet entbrannt

    Das Recht auf Versorgung mit Internet braucht einen Preis. Ein Vorschlag der Bundesnetzagentur, diesen zu ermitteln, stößt auf Kritik der Betreiber.

  3. Data Mesh: Herr der Daten
    Data Mesh
    Herr der Daten

    Von Datensammelwut und Data Lake zu Pragmatismus und Data Mesh - ein Kulturwandel.
    Von Mario Meir-Huber

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Zotac RTX 3080 12GB 829€, Mac mini 16GB 1.047,26€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • MindStar (Sapphire RX 6900XT 939€, G.Skill DDR4-3200 32GB 98€) • PS5 bestellbar • Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /