Festplatten wurden nicht zerstört

Ebenfalls bestätigte der Praktikant, dass die Betreiber die Sicherheit der Kundendaten nicht besonders ernst genommen hätten. Festplatten von abgeschalteten Servern, die eigentlich vernichtet werden sollten, stapelten sich demnach in den Bunkerräumen. Auch mithilfe von Passwörtern, die die Ermittler in einer Excel-Tabelle fanden, konnten sie die Daten nach der Razzia noch auswerten.

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Doch nicht nur die Angeklagten, auch die Ermittler hinterließen in der Verhandlung zum Teil keinen besonders professionellen Eindruck. So berichtete Polizeikommissar M. vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz dem Gericht, dass er auf einem der sichergestellten Rechner zahlreiche Lohnabrechnungen gefunden habe.

Auf die Frage von Richter Köhler, wer denn beim Cyberbunker auf der Gehaltsliste gestanden habe, musste er jedoch passen. Er habe sich nur ein einziges der Dokumente angeschaut und als Beispiel beigefügt.

650 Euro brutto für Hardware-Techniker

Da platzte Köhler beinahe der weiße Richterkragen. "Liest das denn niemand gegen? Wer liest das überhaupt?", fragte er ungehalten angesichts der unvollständigen und wenig aussagekräftigen Auswertungsprotokolle.

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Die vom Gericht an die Wand projizierte Lohnabrechnung betraf den Bulgaren Z., der über das Arbeitsamt an den Cyberbunker vermittelt worden war. Demnach erhielt Z. 650 Euro brutto im Monat, Urlaubsanspruch bestand nicht. "Wenn man keinen Urlaub hat, kann man auch keinen nehmen", bemerkte Richter Köhler.

Auch fanden die Ermittler eingescannte Dokumente zu Stromabrechungen, Rundfunkbeiträgen und Steuerunterlagen. Das betraf nicht nur den Cyberbunker, sondern auch die von Xennt gegründeten Firmen Calibur und Systems Research.

Keine belastenden Mails gefunden

Belastende Dokumente im Sinne der Anklage konnten weder der Polizeikommissar M. noch der zuvor vernommene Polizeioberkommissar S. beisteuern, wobei Letzterer mit seinem karierten Hemd und Zopf einen nerdigeren Eindruck machte als das ganze Cyberbunker-Team. Zwar konnten einige Kundenmails ausgewertet werden, doch diese betrafen üblichen Support wie den Versand von Root-Passwörtern und die Erreichbarkeit von Servern.

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Die Zahlungen der Kunden lagen demnach im drei- bis vierstelligen Bereich. Da die E-Mails mit Fantasienamen wie Don West, Jordan Robson, Adam Morgan oder David Williams unterschrieben waren, lassen sie sich keinem Angeklagten direkt zuordnen.

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Bluejanis 22. Jul 2021

Wozu auch legalisieren? Da die in Berlin sitzen, sitzen sie ja jetzt schon an der Quelle.

Fakula 16. Jul 2021

ich frage mich dann gerade, wie man das verzollen will. "haben sie was zum Verzollen...

TrollNo1 15. Jul 2021

Bisher klingt das eher nach Otto Waalkes oder Mensch Markus...



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