Abo
  • IT-Karriere:

Teilchenphysik: Forscher entdecken neue subatomare Teilchen

Forscherglück im Doppelpack: Gleich zwei neue subatomare Teilchen haben Wissenschaftler am Kernforschungsinstitut Cern in der Schweiz gefunden.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder/
Nach längerer Pause soll der Teilchenbeschleuniger 2015 wieder starten.
Nach längerer Pause soll der Teilchenbeschleuniger 2015 wieder starten. (Bild: Pierre Albouy/Reuters)

Forscher am Kernforschungszentrum Cern in Genf haben zwei neue subatomare Teilchen gefunden. Wie die Technik- und Wissenschaftsseite CBC News meldet, sind die im Teilchenbeschleuniger beobachteten subatomaren Partikel bereits 2009 von einem kanadischen Forscher vorhergesagt worden.

Stellenmarkt
  1. A. Menarini Research & Business Service GmbH, Berlin
  2. Scheugenpflug AG, Neustadtan der Donau

Bei den entdeckten Teilchen handelt es sich um Baryonen. Diese enthalten deutlich schwerere Quarks als "gewöhnliche" Kernbausteine und könnten daher erst bei hoher Energie im Beschleuniger beobachtet werden, schreibt die NZZ zu dem Fund. Steven Blusk von der Universität Syracuse in New York reagierte begeistert. "In der Teilchenphysik entdeckt man nicht jeden Tag etwas Neues, deshalb ist das schon sehr aufregend für uns", sagte er gegenüber CBC. Die Ergebnisse werden in den "Physical Review Letters" veröffentlicht.

Vorhergesagte Teilchen

Der Teilchenphysiker Randy Lewis aus Kanada hatte die Teilchen mit der Bezeichnung Xi_b'- und Xi_b*- bereits 2009 auf der Basis der Quantenchromodynamik vorhergesagt. Das ist ein wichtiger Teil des Standardmodells der Elementarteilchenphysik. Die Quantenchromodynamik beschreibt Quarks und Gluonen, die fundamentalen Bausteine der Atomkerne, und die Kräfte zwischen ihnen.

Beobachtet werden konnten sie bisher allerdings nicht. Die neuen Teilchen lassen sich ohnehin nicht direkt nachweisen: Sie zerfallen im Bruchteil einer Sekunde in fünf kleinere Teilchen. Das Experiment LHCb erfasst nur den Impuls und die Masse dieser kleineren Teilchen.

Forscher suchten gezielt

Die Forscher schlossen daraus auf die beiden Baryonen. Allerdings hatten sie auch nach genau diesen subatomaren Teilchen gesucht. "Wir hatten guten Grund zu glauben, dass sie existieren", sagte Blusk CBC.

Die Baryonen bestehen beide aus den gleichen Bausteinen: einem Bottom-Quark, einem Strange-Quark und einem Down-Quark. Wegen des schweren Bottom-Quarks ist ihre Masse etwas sechs Mal so groß wie die eines Protons. Trotz gleicher Bestandteile haben die Baryonen nicht die gleiche Masse. Das liegt am Spin der Quarks: Bei Xi_b'- ist der Spin der beiden leichten Quarks entgegengesetzt, beim Xi_b*- gleich. Das macht Xi_b*- etwas schwerer.

Der LHC wird gewartet

Die analysierten Daten stammen aus vergangenen Jahren. Derzeit wird der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) gewartet und aufgerüstet, um ihn mit der vollen Energie zu betreiben. Im Frühjahr 2015 werden wieder Teilchen beschleunigt.

Im Juli 2012 hatten Forscher verkündet, sie hätten am LHC des Cern möglicherweise das Higgs-Teilchen gefunden. Nachdem sich die Hinweise darauf verdichteten, wurden vergangene Woche jedoch Zweifel daran laut. Laut einer dänischen Forschergruppe seien die Ergebnisse nicht so klar, wie Wissenschaftler des Cern sie dargestellt hätten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 529,00€ (zzgl. Versand)

Anonymer Nutzer 03. Dez 2014

Das wären dann Wissenschafter. Man kann durchaus etwas studieren, ohne zu Forschen.

SoniX 21. Nov 2014

Danke :-) Solche Antworten mag ich :-)

Trockenobst 21. Nov 2014

In der Nähe des großen Schwarzen Loches in unserer Galaxis könnte man sicherlich nette...

plutoniumsulfat 21. Nov 2014

Manche verschwinden sogar.

DreiChinesenMit... 21. Nov 2014

http://en.wikipedia.org/wiki/Preon kwt


Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    IT-Arbeit: Was fürs Auge
    IT-Arbeit
    Was fürs Auge

    Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
    Von Björn König

    1. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt
    2. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?
    3. IT-Fachkräftemangel Arbeit ohne Ende

    Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
    Arbeit
    Hilfe für frustrierte ITler

    Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
    Von Robert Meyer

    1. IT-Forensikerin Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    2. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    3. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt

      •  /