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Teilautonomes Fahren: Tesla bringt FSD erstmals nach Europa

Mit Sensoren für Blickrichtung und Aufmerksamkeit: In den Niederlanden darf Tesla sein FSD-System anbieten – es kommt vermutlich im Abo.
/ Peter Steinlechner
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Innenraum eines Tesla Model X (Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images)
Innenraum eines Tesla Model X Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images

Tesla darf sein fortgeschrittenes Fahrassistenzsystem "Full Self-Driving (Supervised)" erstmals in Europa einsetzen, und zwar in den Niederlanden. Die dortige Zulassungsbehörde RDW hat dem System laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) eine Typgenehmigung erteilt und gleichzeitig ein ungewöhnlich klares Statement zur Sicherheit abgegeben.

Demnach sei das System "durch die kontinuierliche strenge Überwachung des Fahrers sicherer als andere Fahrerassistenzsysteme". Man habe die Software mehr als anderthalb Jahre hinweg auf Teststrecken und öffentlichen Straßen geprüft.

Trotz des Namens handelt es sich ausdrücklich nicht um autonomes Fahren. Der Mensch bleibt jederzeit verantwortlich, muss aufmerksam bleiben und in der Lage sein, sofort einzugreifen.

Genau diese permanente Kontrolle ist laut RDW ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Sensoren überwachen unter anderem Blickrichtung und Aufmerksamkeit. Bei Unachtsamkeit greift das System ein oder deaktiviert sich; Golem hat das im Dezember 2025 ausprobiert.

Für Tesla ist die Freigabe ein strategisch wichtiger Schritt. Der Hersteller hatte die Software nach eigenen Angaben zuvor auch auf europäischen Straßen intern getestet und bemüht sich nun um Zulassungen in weiteren Ländern.

Erster Schritt für Markteinführung in Europa

Die Genehmigung in den Niederlanden könnte dabei Signalwirkung entfalten, da entsprechende Entscheidungen häufig als Referenz für andere EU-Staaten dienen.

In den USA ist FSD bereits seit Jahren verfügbar, allerdings mit teils kontroverser Historie. Vor allem in der Anfangsphase berichteten Nutzer von Fehlern und unerwartetem Verhalten. Tesla verweist inzwischen auf Fortschritte durch Updates und Trainingsdaten.

Tesla FSD ausprobiert
Tesla FSD ausprobiert (01:56)

Mit der Umbenennung in "Supervised" reagierte das Unternehmen zudem auf Kritik am Begriff "Full Self-Driving", der missverständlich sein kann.

Für Tesla-Fahrer in den Niederlanden soll die Funktion zeitnah verfügbar werden. Perspektivisch dürfte sich zeigen, ob der Ansatz aus strenger Regulierung und konsequenter Fahrerüberwachung zum Modell für weitere europäische Märkte wird.

In den USA kostet die Freischaltung von FSD rund 100 US-Dollar im Monatsabo, Informationen über den Preis in den Niederlanden hat Tesla bislang nicht genannt. Es gibt Leaks, dass vermutlich ein Abo für 100 Euro angeboten wird.


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