Abo
  • Services:

Tegra Parker: Nvidia spricht über den doppelten Spiderman

Weg von Tablets und Konsolen: Der Tegra (Peter) Parker sei voll für autonome Autos ausgelegt. Daher setzt Nvidia auf die eigene Pascal-GPU-Architektur und erneut auf ungewöhnliche CPU-Kerne.

Artikel veröffentlicht am ,
Zwei Tegra Parker auf dem Drive PX2
Zwei Tegra Parker auf dem Drive PX2 (Bild: Engadget)

Nvidia hat auf der Hot Chips weitere Einzelheiten zum Parker-Chip bekanntgegeben, der vor einigen Monaten im Januar 2016 erstmals angekündigt wurde. Der Codename ist abgeleitet von Peter Parker (Spiderman). Der Vorgänger - Tegra X1 - heißt intern Erista, wie der Sohn von Logan. Den dürften die meisten als Wolverine kennen, was der Codename des Tegra K1 ist.

  • Parker besteht u. a. aus Denver-v2-Kernen und 256 Pascal-ALUs. (Bild: Nvidia)
  • Der CPU-Komplex nutzt 2x Denver v2 und 4x Cortex A57. (Bild: Nvidia)
  • Das Speicherinterface ist doppelt so breit wie beim TX1. (Bild: Nvidia)
  • Parker unterstützt eine Hardwarevirtualisierung. (Bild: Nvidia)
  • Ebenfalls an Board: eine Kohärenz für den CPU-Komplex (Bild: Nvidia)
  • Details zur Hardwarevirtualisierung (Bild: Nvidia)
  • Blockdiagramm des Drive PX2 (Bild: Nvidia)
  • Drive PX2 nutzt 2x Parker und 2x Pascal. (Bild: Nvidia)
Der CPU-Komplex nutzt 2x Denver v2 und 4x Cortex A57. (Bild: Nvidia)
Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, München
  2. Deloitte, verschiedene Standorte

Beim Tegra Parker legte Nvidia Wert auf eine hohe Singlethread-Leistung und viele Kerne. Daher besteht der Chip aus zwei Denver v2 und vier Cortex A57, also insgesamt sechs Kernen. Die beiden Denver v2 basieren auf einem In-Order-Design mit relativ engem Frontend, können aber per dynamischer Befehlsübersetzung aus ARM- einen eigenen, nativen Nvidia-Code generieren. Einmal decodiert, landen die Daten in einem µOp-Cache im lokalen RAM, aus dem Denver den Code lädt, sollte er erneut benötigt werden.

Generell fallen die L1I- und L1D-Caches (128 KByte + 64 KByte) sowie der L2-Puffer (2.048 KByte) für zwei Kerne ziemlich groß aus. Die vier Cortex A57 sind mit 48+32 sowie 2.048 KByte 'klassisch' ausgestattet. Die beiden Cluster sind kohärent, was Nvidia durch einen proprietären Interconnect bewerkstelligt. Zumindest in SpecInt soll der CPU-Komplex von Parker mehr als doppelt so schnell rechnen wie ein Snapdragon 820 - bei wohl höherer TDP.

Schnellere iGPU und mehr Bandbreite

Mit im Chip stecken 256 Shader-Einheiten auf Basis der Pascal-Architektur. Damit diese und der CPU-Komplex genug Daten erhalten, fällt das Speichersubsystem umfangreich aus. Parker wird als Doppel im Drive PX2 eingesetzt, so nennt Nvidia seine aktuelle Automotive-Plattform. Der neue Tegra verfügt über ein 128-Bit-Interface, was mit LPDDR4-3200 arbeitet und eine Fehlerkorrektur (ECC) seitens des Speichercontrollers unterstützt.

Parker kann ein Dutzend Kameras und drei Displays mit 4K bei 60 Hz ansteuern, Videoinhalte werden in 2160p60 decodiert wie encodiert. Hinzu kommen Punkte wie eine Hardwarevirtualisierung, eine Unterstützung für Ethernet-AVB und ein doppelter CAN-Bus, was für Automotive von Relevanz ist. Wie ein Blockdiagramm zeigt, lässt Nvidia beim Drive PX2 zwei Parker und zwei Pascal-GPUs per je vier PCIe-3.0-Lanes via Switch kommunizieren.

  • Parker besteht u. a. aus Denver-v2-Kernen und 256 Pascal-ALUs. (Bild: Nvidia)
  • Der CPU-Komplex nutzt 2x Denver v2 und 4x Cortex A57. (Bild: Nvidia)
  • Das Speicherinterface ist doppelt so breit wie beim TX1. (Bild: Nvidia)
  • Parker unterstützt eine Hardwarevirtualisierung. (Bild: Nvidia)
  • Ebenfalls an Board: eine Kohärenz für den CPU-Komplex (Bild: Nvidia)
  • Details zur Hardwarevirtualisierung (Bild: Nvidia)
  • Blockdiagramm des Drive PX2 (Bild: Nvidia)
  • Drive PX2 nutzt 2x Parker und 2x Pascal. (Bild: Nvidia)
Blockdiagramm des Drive PX2 (Bild: Nvidia)

Da jeder Tegra auf 1,5 Teraflops bei halber Genauigkeit (FP16) und das komplette Drive PX2 auf 8 Teraflops kommen soll, müssen die beiden GPUs zusammen etwa 5 Teraflops liefern. Da sie überdies je ein 128 Bit breites Interface nutzen, sind zwei der bisher nicht angekündigten GP107-Chips denkbar. Die sollen im 14LPP-Verfahren bei Samsung produziert werden, wohingegen die Parker-Tegras bei der TSMC in einem 16FF-Prozess (16FFC?) hergestellt werden.

Auf die Frage, ob Parker abseits von Automotive für AR/VR eingesetzt werde, antwortete Nvidia mit einem knappen Ja. Nintendos NX war kein Thema.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 119,98€ (Release 04.10.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. bei Alternate bestellen

Bill S. Preston 24. Aug 2016

Scheint leider zu stimmen. Allerdings gibt es eventuell das K1 nochmal zu kaufen wenn...

ms (Golem.de) 23. Aug 2016

2016, u.a. Volvo.


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on

Google hat die neuen Pixel-Smartphones vorgestellt. Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL haben vor allem Verbesserungen bei den Kamerafunktionen erhalten. Anfang November kommen beide Geräte zu Preisen ab 850 Euro auf den Markt.

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

    •  /