Technologiebörse: Die Tops und Flops im Nasdaq 100 im Jahr 2023

Es war ein gutes Jahr für Anleger im Technologiebereich. Neben bekannten Firmen gehört auch ein Geheimtipp zu den Top-Aktien im Nasdaq.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Nasdaq-Logo am Times Square in New York
Nasdaq-Logo am Times Square in New York (Bild: Stephen Chernin/Getty Images)

Für Technologieanleger geht ein herausragendes Jahr 2023 zu Ende. Der US-Index Nasdaq 100 stieg um mehr als die Hälfte und hängte damit alle anderen wichtigen Industrieländer-Börsen ab.

Das Kursbarometer erreichte mehrfach Rekordhochs und legte seit Jahresbeginn gerechnet um knapp 54 Prozent zu – einen größeren Zuwachs gab es zuletzt 1999 mit einem Plus von rund 102 Prozent vor dem Platzen der Technologieblase.

Tech-Werte wurden 2023 angetrieben vom Megatrend künstliche Intelligenz (KI). Hinzu kam zuletzt die Hoffnung auf sinkende Zinsen, nachdem sich die Inflation in den USA deutlich abgeschwächt hat.

Denn fallende Zinsen machen zukünftige Gewinne, wie sie von stark wachsenden Tech-Konzernen in Aussicht gestellt werden, aus heutiger Sicht wertvoller. Die größten Nasdaq-100-Gewinner und -Verlierer des Jahres im Überblick:

Platz 1: Nvidia mit +239 Prozent

Der Chiphersteller Nvidia gehört zusammen mit Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft und Tesla zu den sogenannten Glorreichen Sieben, die mit ihrer hohen Marktkapitalisierung den Nasdaq 100 dominieren.

Nvidia profitierte insbesondere von der Euphorie rund um KI. Die ursprünglich für Grafikkarten entwickelten Technologien des Unternehmens bewähren sich schon seit Langem für die Rechenarbeit beim Anlernen von KI-Anwendungen.

Zuletzt räumte Nvidia indes ein, dass das Geschäft in China unter dem Druck ausgeweiteter Lieferbeschränkungen "erheblich" zurückgehen werde. Am Markt wird zudem diskutiert, ob die Bewertung der Aktien vorerst ausgereizt ist.

Platz 2: Meta mit +194 Prozent

Im vergangenen Quartal lief das Werbegeschäft des Facebook-Konzerns Meta noch auf Hochtouren. Das verschafft Gründer und Chef Mark Zuckerberg mehr Freiraum, weiter Milliarden an US-Dollar in die Entwicklung virtueller Welten zu stecken, ohne dass die Anleger sich beschweren.

Priorität bei den Investitionen werde im neuen Jahr aber KI haben, sowohl bei der Softwareentwicklung als auch bei den Computerressourcen, kündigte Zuckerberg an. Indes stellt sich Meta darauf ein, dass der Gaza-Krieg das Geschäft mit Onlinewerbung bremsen könnte.

Platz 3: Crowdstrike Holdings mit +142 Prozent

Crowdstrike Holdings , ein Anbieter von Cybersicherheitsprodukten und -diensten, überzeugte die Anleger zuletzt mit unerwartet guten Quartalszahlen und angehobenen Jahreszielen.

Die cloudbasierte Plattform Falcon von Crowdstrike bietet der DZ Bank zufolge den Unternehmenkunden einen einfachen und vollumfänglichen Sicherheitsschutz ohne Hardware und hohe Prozessorauslastung.

Mithilfe von KI erkenne und stoppe Falcon neue und komplexe Bedrohungen in Echtzeit, heißt es dazu. Laut der EU-Kommission hat die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine die Bedrohung durch Cyberangriffe weiter verschärft.

Dies gehe mit einer Vielzahl "staatlicher, krimineller und hacktivistischer Akteure" einher, die an den aktuellen geopolitischen Spannungen beteiligt seien.

Die drei Verliereraktien

Die schwächsten Firmen im Nasdaq haben wenig mit klassischer IT und Technologie zu tun. So landet laut der Auswertung der Deutschen Presse Agentur (dpa) die Drogeriekette Walgreens Boots Alliance mit einem Minus von 30 Prozent auf dem drittschlechtesten Platz. Grund ist schlicht ein allgemein rückläufiges Geschäft.

Auf dem vorletzten Platz ist ein Unternehmen namens Illumina mit einem Minus des Aktienkurses von 31 Prozent zu finden. Illumina ist ein Genspezialist, bei dem Anleger keine Wachstumsimpulse sehen. Auf dem letzten Platz (Minus 45 Prozent) landet der Impfstoffhersteller Moderna, der mit dem schrumpfenden Absatz von Covid-19-Impfstoffen zu kämpft.

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