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Roboter als Stütze der Gesellschaft?

Roboter sind in Japan sowohl von großer wirtschaftlicher Bedeutung als auch für nicht wenige Menschen liebenswerte und zu respektierende Freunde. Dieser Umgang der Japaner mit diesen Maschinen könnte ihnen in Zukunft aber auch noch in anderer Weise zugutekommen.

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Denn wegen der demografischen Entwicklung des Landes - die Menschen erreichen ein immer höheres Alter, es gibt nicht genügend Nachwuchs und wenig Einwanderung - werden Roboter in Zukunft nicht nur als Industrieroboter, humanoide Begleiter oder Haustiere eine große Rolle spielen, sondern auch als Arbeitskräfte und Helfer in der Altenpflege.

Nach Statistiken der Weltbank hat Japan mit 84 Jahren nach Hongkong die weltweit zweithöchste durchschnittliche Lebenserwartung (Stand 2016) und ein Bevölkerungswachstum von minus 0,16 Prozent (Stand 2017). Trotz jüngster Bestrebungen, das Land mehr für Einwanderer zu öffnen, wird Japan wohl weiter eine relativ homogene, geschlossene Gesellschaft bleiben, was unter anderem auch an den hohen sprachlichen Barrieren liegt.

Deshalb fördert die japanische Regierung die Robotik und hofft dabei, dass durch Einsatz von Robotern die geringer werdende Anzahl von Arbeitskräften kompensiert werden kann. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Altenpflege gelegt. Humanoide Roboter sollen die Senioren unterhalten und emotionale Nähe aufbauen. Davon abgesehen könnten sie als Exoskelette echte Menschen in der Altenpflege oder anderen physisch belastenden Berufen körperlich unterstützen.

Angesichts einer ähnlichen demografischen Entwicklung in Deutschland ist es vielleicht nur eine Frage der Zeit, wann die Robotik auch hierzulande in sozialen Berufen Einzug halten wird. Das Forschungsprojekt ARiA der Universität Siegen und der Fachhochschule Kiel sucht nach Antworten auf die Frage: Wie sieht unsere Arbeit mit Robotern in der Pflege aus?

Hierbei wird insbesondere der niedlich aussehende Androide Pepper von Aldebaran Robotics, einem französischen Unternehmen, das mehrheitlich dem japanischen Konzern Softbank gehört, in Testszenarien bei der Altenpflege eingesetzt: Unterhaltung der Senioren, Getränke holen, beim Einkaufen helfen, Sing- und Bewegungsübungen durchführen, Notfallsituationen erkennen und um Hilfe rufen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Roboter Pflegekräfte im Alltag zumindest in bestimmten Aufgabengebieten sinnvoll unterstützen kann.

Diesen Artikel widme ich meinem verstorbenen Doktorvater, dem empirischen Sozialforscher Professor Helmut Giegler, der meine Begeisterung für Wissenschaften weckte und ohne den ich nicht der wäre, der ich bin.

Miroslav Stimac ist Informatiker, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und aktuell Teilzeitstudent der Astronomie. Er arbeitet seit 2004 als Entwickler mit branchenübergreifender Projekterfahrung, hauptsächlich in Business Intelligence, Data Science und Statistik. Seine fachlichen Interessenschwerpunkte sind Astronomie, Japanologie, Konsumforschung und Robotik.

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 Im Shintoismus können auch Roboter beseelt sein
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plutoniumsulfat 19. Apr 2019

Wie wärs, wenn die Roboter Menschen gerade in dem Bereich unterstützen/ersetzen, die im...

plutoniumsulfat 19. Apr 2019

Zumindest besser als die Beschäftigungsprogramme hierzulande :D

FreiGeistler 17. Apr 2019

Und der Himmel ist wunderbar und wunderbar ist er, weil er blau ist.... Nee scherz...

Hugo1of2 16. Apr 2019

+1

Aki-San 16. Apr 2019

Wieso Entwürfe? Es gibt schon Exoskelette und auch schon "funktionale" Suits. (Zumindest...


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