Technischer Wandel: Elektroautos könnten deutscher Industrie schaden

Der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft, Willi Diez, befürchtet in einem Interview mit der Zeitschrift Auto, Motor und Sport(öffnet im neuen Fenster) einen massiven Arbeitsplatzabbau in der deutschen Autoindustrie, weil bei Elektroautos ungefähr ein Drittel der Wertschöpfung wegfalle. Elektroautos benötigen weit weniger Teile, weil der Verbrennungsmotor und seine Nebenaggregate wegfallen.
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Da sich Elektroautos nur langsam durchsetzen, bleibt der Industrie aber wohl ausreichend Zeit, sich den veränderten Verhältnissen anzupassen, zumal der technologische Übergang zunächst zu komplizierteren Fahrzeugen führt. Hybride und Plugin-Hybride besitzen immerhin neben einem Verbrennungsmotor auch noch Elektromotoren.
Diez betonte allerdings, dass Herstellerländer wie Südkorea und Japan hier ihre technologischen Vorsprünge weiter ausbauten. Das betreffe besonders die Akkutechnik.
Zunächst sah es so aus, als würden sich Elektroautos schneller durchsetzen als erwartet. In Zeiten steigender Benzinpreise suchten viele Autofahrer nach Alternativen. Doch seitdem die Ölpreise auf Talfahrt gegangen(öffnet im neuen Fenster) sind, achten deutsche Neuwagenkäufer wieder auf Motorleistung und scheinbare Geländegängigkeit in Form von SUVs. Das legt eine Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen nahe.



