Abo
  • Services:
Anzeige
Screenshot des Angebots
Screenshot des Angebots (Bild: Screenshot: Golem.de)

Preisfehler: Onlinebüromarkt verweigert Kunden günstige Festplatte

Screenshot des Angebots
Screenshot des Angebots (Bild: Screenshot: Golem.de)

Die Seagate-Festplatte Expansion STEA 1000400 zum halben Preis? Das fanden viele Kunden des Onlineshops Büromarkt Böttcher interessant und bestellten. Doch die Hardware wird nicht geliefert. Das sei nicht zulässig, sagt ein Anwalt.

Ein Golem.de-Leser berichtet: Der Onlineshop Büromarkt Böttcher aus Jena hatte zu Silvester als Aktionsangebot eine externe Seagate-Festplatte mit 1 TByte-Speicherkapazität für nur 27,05 Euro inklusive Versand im Angebot. Die Bestellmenge war auf ein Exemplar pro Kunde beschränkt.

Anzeige

Das Angebot wurde auf Schnäppchenportale wie Mydealz verbreitet. Laut AGB hatte eine Zahlung mit Paypal die sofortige Bestellannahme zur Folge.

Ab dem 2. Januar bekamen dann viele Käufer eine E-Mail, dass ein "technischer Preisfehler" vorgelegen habe und dass deshalb die gesamte Bestellung storniert werde. Der Kaufpreis werde "umgehend" erstattet.

Der Preis des Angebots von Büromarkt Böttcher ist sehr günstig, aber für den Kunden nicht offensichtlich als technischer Preisfehler zu erkennen. So ist bei Amazon die externe tragbare Festplatte Seagate Expansion Portable mit 1 TByte und USB 3.0 (STEA1000400) ab 59,99 Euro erhältlich. Ähnliche Modelle des Herstellers kosten 66 Euro.

Händler muss liefern

Selbst wenn der Kunde eine Bestellbestätigung erhalten hat, ist noch kein Kaufvertrag zustande gekommen. Mit der Bestellung gibt er nur ein Angebot ab, die Ware zum angebotenen Preis zu kaufen, der Onlineshop nimmt dies meist erst mit der Lieferung der Ware an. "Im Ergebnis kann der Kunde somit nicht einen lediglich bestellten Artikel einfordern", sagte Rechtsanwalt Kilian Kost von der Kanzlei Wilde, Beuger und Solmecke aus Köln auf Anfrage von Golem.de.

Kost: "Anders ist es rechtlich zu beurteilen, wenn der Händler in seinen AGB den Vertragsschluss vorverlagert und die von ihm vorgehaltenen Angebote als bindend - und eben nicht als freibleibend - erklärt." Wenn laut den vorliegenden Informationen der Händler den Vertrag durch Paypal-Zahlung zustande kommen lässt, ist ein rechtswirksamer Vertrag zwischen den Beteiligten nach getätigter Zahlung durch den Kunden geschlossen. Grundsätzlich hat der Händler daher zum vereinbarten Kaufpreis zu liefern.

Denkbar sei höchstens, dass der Händler sich aufgrund eines Irrtums durch Anfechtung im Nachhinein wieder vom Vertrag lösen kann. Hierzu bedarf es allerdings eines Anfechtungsgrundes. Dies könnte hier ein technischer Preisfehler sein. "Der Preis des Büromarkt Böttcher ist hier zwar sehr günstig, aber für den Kunden nicht offensichtlich als technischer Preisfehler zu erkennen. Weitere Informationen, die einen technischen Preisfehler erkennen lassen, sind nicht ersichtlich", betont Kost. Damit dürfte hier wohl kein Anfechtungsgrund vorliegen.

Es dürfte deshalb dabei bleiben, dass die Kunden mit dem Händler wirksame Verträge geschlossen haben. Die Kunden könnten daher auf Vertragserfüllung bestehen. Wenn dies weiter verweigert wird, könne der Kunde vom Händler einen Ersatz des Schadens einfordern, weil die Festplatte bei einem Dritten zu einem höheren Kaufpreis erworben werden musste.

Eine Unternehmenssprecherin erklärte Golem.de: "Bei uns gab es tatsächlich einen Fehler. Leider mussten wir feststellen, dass nicht durch einen technischen Fehler, sondern aufgrund einer fehlerhaften Preiseingabe durch einen unserer Mitarbeiter ein falscher Preis - 18,73 Euro netto statt 48,73 Euro netto - für die Festplatte ausgewiesen wurde. Dies wurde leider erst am Sonntagmittag entdeckt. Wir möchten uns dafür bei allen Kunden entschuldigen und bitten um Verständnis. Fehler sind menschlich." Alle bereits getätigten Zahlungen würden beziehungsweise werden zurückerstattet.


eye home zur Startseite
Inori-Senpai 07. Jan 2017

Was erwartet man auch von deren Seite. Da sind dann immer Pseudo- Anwälte drin, die alles...

Hardy2711 06. Jan 2017

Ihr müsst immer nur eine Kurzzeit eMail angeben. Die sammeln schön eMail-Adressen und...

DY 06. Jan 2017

Joa, 140 Mio ist schon was. Also eher Mittelgroß.

cherubium 05. Jan 2017

Seh ich genau so. Ich bin langjähriger Kunde von Böttcher. Er ist einer der besten...

opodeldox 05. Jan 2017

Klingt nach neurologischen Störung.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. STAHLGRUBER GmbH, Poing bei München
  2. Comline AG, Dortmund
  3. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Stuttgart
  4. BG-Phoenics GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       

  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Apple iOS 11 Wer WLAN und Bluetooth abschaltet, benutzt es weiter
  2. Drei Netzanbieter warnt vor Upgrade auf iOS 11
  3. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS

Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

  1. Re: Und bei DSL?

    bombinho | 18:08

  2. Re: Alles verstaatlichen! :)

    Faksimile | 18:05

  3. Re: Einfach nur unter Windows nachladen

    elgooG | 17:57

  4. Kunde droht mit Auftrag

    cicero | 17:57

  5. Re: Der starke Kleber

    david430 | 17:52


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel