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Ein Besucher auf der Re:publica 2013
Ein Besucher auf der Re:publica 2013 (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Technische Innovationen: Den Touchscreen verdanken wir einer Sehnenscheidenentzündung

Ein Besucher auf der Re:publica 2013
Ein Besucher auf der Re:publica 2013 (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Suche nach einfach nutzbaren Geräten für Menschen mit Behinderung hat große Innovationen hervorgebracht. Dem Zwang zur Einfachheit verdanken wir zum Beispiel die Technik in den Smartphones.

Die einfache Bedienung mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets ist für uns selbstverständlich. Der Motor für viele Funktionen wie die Spracherkennungssoftware oder das berührungsempfindliche Display waren körperliche Behinderungen. Denn der Zwang zur Einfachheit machte Erfinder erfinderisch.

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"Viele Geräte, die wir heute mit uns herumtragen und für Kommunikation und Arbeit nutzen, waren als Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung gedacht", sagte Autor und Webseitenbetreiber Tomas Caspers auf der Re:publica 2013. Ein Beispiel hierfür sei die automatische Texterkennung.

Computer als Vorleser

Der Amerikaner Raymond Kurzweil entwickelte in der 1980er Jahren eine Lesemaschine, die gedruckte Texte in Töne umsetzte. Der blinde Musiker Stevie Wonder erfuhr von dieser Lesemaschine, setzte sich mit Kurzweil in Verbindung und ermutigte ihn, eine Firma für elektronische Musikinstrumente zu gründen.

Wonder erhielt später sein eigenes Keyboard von Kurzweil, das mit Sprachkommandos gesteuert werden konnte. Kurzweil arbeitet heute als Director of Engineering bei Google. Spracherkennung gibt es heute in Smartphones, Tablets und anderen technischen Geräten.

Im Jahr 2011 sagte Wonder über Apple: "Alles, was man mit dem iPhone und iPad machen kann, kann auch ich machen." Apples Technik auf den Geräten ermögliche blinden oder tauben Menschen Zugang zu den Funktionen eines mobilen Geräts, sagte Wonder.

Touchscreen als Armschoner

Caspers: "Tatsächlich sind die meisten Probleme, vor denen Entwickler mobiler Anwendungen stehen, für jemanden, der sich mit Barrierefreiheit und Accessibility beschäftigt, ein alter Hut. Geräteunabhängigkeit, Nutzerorientierung, ein Design, das sich dem Ausgabemedium anpasst."

Auch den Touchscreen haben wir einem körperlichen Problem zu verdanken: dem seines Erfinders. Wayne Westerman arbeitete an seiner Doktorarbeit (PDF) über Multi-Touch-Oberflächen. Eine Sehnenscheidenentzündung brachte ihn dazu, sich mit berührungsempfindlicher Technik auseinanderzusetzen, die weniger Kraftaufwand erfordert.

Westerman sagte später über seine Erfindung: "Ich war der Meinung, dass es so viel eleganter aussah, ein Klavier zu spielen als eine Computertastatur zu benutzen und ich dachte, wie großartig es wäre, die Eleganz auf die Tastatur zu übertragen." Zusammen mit John Elias gründete er die Firma Fingerwork, die 2005 von Apple übernommen wurde. Westerman wurde als leitender Ingenieur bei Apple angestellt.

Die Technik zur uneingeschränkten Bedienbarkeit mobiler Geräte ist da. In Zukunft sind laut Caspers nicht mehr nur Erfinder gefragt. Jeder Webseitenbetreiber sei für die Nutzbarkeit seiner Seite auf mobilen Geräten selbst verantwortlich. "Testet eure Seiten unter erschwerten Bedingungen", rät Caspers. Inhalte sollten einfach zugänglich und logisch aufgebaut sein. Nur so seien sie so vielen Nutzern wie möglich zugänglich.


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__destruct() 09. Mai 2013

Ich behaupte nicht und habe nie behauptet, dass Swype besser sei, als eine Hardware...

xmaniac 07. Mai 2013

Sowas ging in Apple-Nahen Reality-distortion-Fields schon immer...

Anonymer Nutzer 06. Mai 2013

korrekt - eigene Tablets haben sie noch nicht aber ich kenne viele schon mit 4-5 an den...



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