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Technikhistorie:
Wie die Akkus Geschichte machten

Bleiakkus waren die ersten und gehören trotz aller Fortschritte auch mehr als 160 Jahre nach ihrer Erfindung noch zu den meistproduzierten Energiespeichern. Eine Reise durch die Geschichte der Akkus auf der Suche nach Gründen.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Edison verkaufte seit 1901 Nickel-Eisen-Akkus als langlebige Alternative zu Bleiakkus. (Bild: Wikimedia / z22)
Edison verkaufte seit 1901 Nickel-Eisen-Akkus als langlebige Alternative zu Bleiakkus. Bild: Wikimedia / z22 / CC-BY-SA 3.0

Im Jahr 2020 endete eine lange Geschichte. Es war nach 161 Jahren das letzte Jahr, in dem die Bleibatterie der meistproduzierte Akkutyp der Welt war, zumindest wenn es nach der Gesamtkapazität geht. Bleiakkus mit rund 400 GWh Gesamtkapazität werden jedes Jahr gebaut und die Produktionszahlen steigen weiterhin, wenn auch bei Weitem nicht so schnell wie die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus. Trotz aller Weiterentwicklungen der Akkutechnik konnte sich der Bleiakku immer wieder gegen scheinbar bessere Technik durchsetzen.

Nachdem die Lithiumpreise seit Ende 2020 um das Fünfzehnfache gestiegen sind, setzen besonders chinesische Hersteller von Elektrorollern wieder mehr auf Bleiakkus.(öffnet im neuen Fenster) Es mag befremdlich wirken, aber auch Akkus mit gerade einmal 35 Wh/kg Energiedichte und Ladezeiten von 4 bis 8 Stunden stehen hier in direkter Konkurrenz mit Akkus, die in unter einer Stunde geladen werden und eine Energiedichte von mehr als 160 Wh/kg erreichen. Dabei hat sich die bewährte Technik aus Bleiplatten und Schwefelsäure im Lauf der Geschichte immer wieder mit niedrigen Kosten und hoher Leistung gegen ansonsten deutlich bessere Konkurrenz durchgesetzt.

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