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Technikgeschichte:
Vor 70 Jahren gab es erstmals Strom aus Kernkraft

Die Geschichte der Kernkraftwerke begann mit einem schnellen Brüter in den USA. 70 Jahre später sind sie in Russland, China und bald auch in Indien am Netz.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Am 20. Dezember 1951 wurden zunächst nur diese vier Glühbirnen mit Kernkraft betrieben. (Bild: Wikimedia)
Am 20. Dezember 1951 wurden zunächst nur diese vier Glühbirnen mit Kernkraft betrieben. Bild: Wikimedia / Public Domain

Am 20. Dezember 1951 sollten vier leuchtende Glühbirnen die ganze Welt verändern.(öffnet im neuen Fenster) Die Energie um das Licht zu erzeugen, stammte aus dem Kernreaktor daneben, dem Experimentellen Brutreaktor in Arco, Idaho, in einer Halbwüste im Nordwesten der USA. Es war das erste Mal überhaupt, dass ein Kernreaktor zur Erzeugung von elektrischem Strom benutzt wurde. Seit 24. August 1951 befand sich der Reaktor im Testbetrieb und erreichte am 21. Dezember eine Leistung von 1,4 Megawatt (MW), aus der 200 Kilowatt (kW) Strom erzeugt wurden.

Es war eine Zeit, in der Kernkraft mit ähnlichen Methoden entwickelt wurde, wie sie heute wieder in der Raumfahrt bei Firmen wie SpaceX und Astra zu finden sind. Es ging um eine schnelle Entwicklung von Prototypen, um Erfahrung für den Bau kommerzieller Kernkraftwerke und später auch nuklearer Raketentriebwerke für Flüge zum Mars zu sammeln. Nur wenige Kilometer vom Standort des Brutreaktors entfernt wurde zur gleichen Zeit die Sicherheit der ersten Borax-Siedewasserreaktoren getestet, bis zur absichtlichen Zerstörung.

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