Techniker Krankenkasse: E-Rezept wird in TK-App integriert

Die Techniker Krankenkasse (TK) ist nach eigenen Angaben die erste Krankenkasse, die eine Zulassung für die Integration des E-Rezepts in die eigene App erhalten hat. Noch im Juni 2024 will sie die Verwaltung und Einlösung von E-Rezepten in der TK-App ermöglichen.
Die Zulassung der Gematik, die als Aufsicht über die Zertifizierung der E-Rezept-Funktionen wacht, bedeutet, dass die TK das E-Rezept in die elektronische Patientenakte integriert. Mit diesem Schritt soll es für Versicherte unkomplizierter werden, E-Rezepte zu verwenden und in Apotheken einzulösen.
Zur Nutzung der TK-App wird ein Smartphone benötigt und es soll keine eigene App mehr für die Einlösung von E-Rezepten erforderlich sein. Das Ende März 2024 in Kraft getretene, neue Digitalgesetz ermöglicht es Krankenkassen, die E-Rezept-Funktion in ihre Apps zu integrieren.
Vorteile des E-Rezeptes in der TK-App
Die Techniker Krankenkasse nennt Vorteile eines volldigitalen Einlöseweges mit dem Smartphone: Versicherte könnten ihre Rezepte jederzeit selbst einsehen und erhielten eine Übersicht über die ausgestellten Rezepte. Beim Einlösen eines E-Rezeptes mit der Gesundheitskarte oder einem Papierausdruck ist dies nicht möglich.
Ähnliche Möglichkeiten sollten auch in der E-Rezept-App der Gematik zur Verfügung stehen. Die Integration durch die Techniker Krankenkasse hat für Versicherte aber den Vorteil, dass sie keine weitere App für das E-Rezept benötigen.
Nach Angaben der Techniker Krankenkasse(öffnet im neuen Fenster) nutzen bisher nur wenige Patienten den "digitalen Einlöseweg über die App der Gematik" . Zahlen nannte die Krankenkasse nicht. Derzeit gibt es keine Angaben dazu, wann weitere Kassen dem Beispiel der TK folgen werden.
Anfang Januar 2024 startete das E-Rezept in Deutschland . Es gab zu Beginn erhebliche Schwierigkeiten , die zum Teil auch Monate später nicht behoben waren. Es kam vermehrt zu flächendeckenden Ausfällen und Fehlern im neuen, digitalen Verordnungssystem.