Tipps für die nächste Hitzewelle: "Linux läuft meist cooler - ähm kühler"
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Es gab sie schon früher, aber sie werden immer häufiger: Hitzewellen. Doch nicht nur der Klimawandel lässt die Temperaturen steigen, auch unsere Geräte setzen viel Leistung in Wärme um. Funktionen wie das Herunterdrosseln der Leistung oder die Abschaltung bei zu hohen Temperaturen sollen zwar bewirken, dass kein Smartphone oder Notebook mehr den Hitzetod sterben muss, das funktioniert aber nicht immer.
Hinzu kommt, dass die Geräte in aktiver Benutzung gar nicht erst den Zustand erreichen sollen, in dem sie hitzebedingt praktisch unbenutzbar werden. Was für die Maschinen gilt, gilt auch für die Menschen, die ebenfalls ihre optimale Betriebstemperatur erhalten möchten, um gut zu funktionieren.
Deshalb wollten wir von euch wissen, wie ihr euch und eure Technik gegen hohe Temperaturen schützt und welche Verluste ihr bereits aufgrund von Hitze erlitten habt. Hier sind eure Antworten:
➤ Einfach eine Wäschewanne mit ca. 2 cm Wasser unter den Schreibtisch stellen und die Füße darin kühlen.
➤ Ich habe seit Jahren eine kleine Sprühflasche, die ursprünglich dafür gedacht war, Pflanzen zu befeuchten, im Einsatz. Hinter mir steht ein sehr leise und sehr langsam drehender Lüfter, der kaum hörbar ist. Dieser ist von hinten auf mich gerichtet. Dann regelmäßig mit der kleinen Sprühflasche komplett über Körper, Arme, Beine und Kopf einen Sprühnebel verteilen, und nach wenigen Sekunden wird einem angenehm kühl, selbst bei 30 Grad im Raum. Das hält dann mindestens 5 Minuten und kann ja beliebig wiederholt werden. So komme ich prima über den Tag. Der Invest liegt bei 5 Euro für das Sprühfläschchen und den Ventilator.
➤ So gut wie jeder iPhone-Besitzer kennt es: In der Hitze wird erst das Display dunkel und später geht das Gerät aus. Daher habe ich mir mit dem 3D-Drucker eine Form gedruckt, bei der vorn das Handy eingeschoben wird und hinten ein Kühlakku aus der Tiefkühltruhe. Etwas zu klobig für die Hosentasche, aber es erfüllt sonst seinen Sinn.
➤ Ich wohne in einem gut isolierten Sozialbau aus den 80ern mit Ost-West Ausrichtung und vielen Fenstern, und im Winter ist das wunderbar, da die Heizkosten sehr niedrig sind, die Sonne alles schön wärmt und ich mich sehr wohlfühle. Im Sommer werden es allerdings gerne mal über 30 Grad in der Wohnung, die auch nachts bleiben und einen guten Schlaf behindern. Das eine Mittel, das mir enorm hilft, ist eine Wärmflasche. Ich fülle sie mit sehr kaltem Wasser und lege sie nachts (oder auch tagsüber im Homeoffice) unter meine Oberschenkel, dort, wo die Arterien langlaufen. Das kühlt nachts lange genug, so dass ich einschlafen kann, und ein Refresh der Wärmflasche mit kaltem Wasser ist in 2 Minuten erledigt. Billig, effektiv und ohne große Anschaffungskosten oder Platzverbrauch.
➤ Uns ist einmal an einem Wochenende die primäre Klimaanlage im Rechenzentrum ausgefallen. Die Stand-by-Klimaanlage hat nicht richtig funktioniert. Das Monitoring hat das auch protokolliert. Leider gab es aber beim Sicherheitsdienst keinen entsprechenden Hinweis. Als wir rausgeklingelt wurden, waren schon diverse Server in den Not-Aus gegangen. Nachdem durch Querlüften und Reparatur der Klimaanlage wieder ein Hochfahren möglich war, konnte der Betrieb wiederhergestellt werden. Im Ergebnis sind uns 8 Festplatten gestorben. Glücklicherweise ist kein Raid kaputtgegangen.
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