Abo
  • Services:

Technik im OP: Wie Roboter die Medizin verändern

Schon heute operieren hochspezialisierte Roboter in OP-Sälen Patienten. Die Branche boomt und auch deutsche Wissenschaftler arbeiten an neuen Geräten.

Artikel von Angela Gruber veröffentlicht am
Der Roboter Miro operiert und wird vom Arzt gesteuert.
Der Roboter Miro operiert und wird vom Arzt gesteuert. (Bild: DLR)

Wie metallische Äste ranken sich die drei Arme des Roboters um den Operationstisch. Auf dem Tisch unter ihnen liegt das Modell eines menschlichen Brustkorbs. Dann, auf Kommando, setzen sich die Greifer elegant in Bewegung. Ein bisschen erinnern diese Bilder an das Björk-Video zu All is full of love- tatsächlich aber hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Video gedreht.


Der Protagonist des Videos: der Medizinroboter Miro. Er ist am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelt worden und aktuell eines der vielversprechenden Produkte der Einrichtung in Sachen Medizinrobotik, wie Alin Albu-Schäffer sagt, der Direktor des Instituts. Albu-Schäffer und seine Kollegen arbeiten daran, dass sich bei einer Operation am Menschen bald kein Arzt mehr über den OP-Tisch beugt, sondern ein Roboter wie der Miro. "Der Roboter ermöglicht minimalinvasive Eingriffe, wo vorher vielleicht der ganze Brustkorb aufgemacht werden musste", sagt Albu-Schäffer.

In Zeiten, in denen schon einfachste Alltagsaufgaben automatisiert und von Technik übernommen werden, ist es wenig verwunderlich, dass auch in hochkomplexen Feldern wie der Medizin auf Roboter als Präzisionswerkzeuge gesetzt wird. Die Medizinrobotik ist ein boomendes Forschungsfeld. "Das Wenigste im OP wird heute noch per Hand gemacht, Ärzte haben heute für alles Geräte. Warum nicht auch für die Operation selbst?", fragt Albu-Schäffer.

3D-Brille statt Skalpell

Mehr als 450.000 Prozeduren mit Medizinrobotern sind nach Schätzung der International Federation of Robotics (IFR) im Jahr 2012 weltweit erfolgt. Im Jahr 2000 seien es erst 1.000 Eingriffe gewesen, meldet die Organisation. Sie geht von einem weiteren Anstieg seit der letzten Zählung aus. Laut der IFR-Studie World Robotics: Service Robots 2014 sind 1.300 Medizinroboter im Jahr 2013 verkauft worden, zu einem durchschnittlichen Stückpreis von 1,5 Millionen Dollar.

Stellenmarkt
  1. mobileX AG, München
  2. Hays AG, Raum Frankfurt am Main

Wie Operationen mit Robotern ablaufen, lässt sich am Beispiel des Miro-Roboters gut nachvollziehen: Zwei der drei Arme greifen mit Zangen OP-Werkzeuge, der dritte Arm trägt eine Kamera, die dem Operateur ein Bild vom Eingriff liefert. Der Körper auf dem Tisch wird gescannt, dann berechnet das System auf Basis der Patientendaten, wo geschnitten werden muss. Über einen kleinen Schnitt werden die chirurgischen Instrumente beim endoskopischen Operieren in den Körper eingeführt. Der Arzt steht nicht am OP-Tisch, sondern sitzt mit einer 3D-Brille hinter einer Eingabestation. Seine Hände halten die Controller, mit denen er vorgibt, welche Bewegungen der Roboter ausführen soll.

Der Roboter kann nicht über das Schicksal des Patienten entscheiden 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 5,55€
  3. 4,99€

DER GORF 30. Sep 2015

Wie Werbevideo? Ich dachte hier gehts um die Anzeige die der Operateur vor sich hat... o_O

eMvO 27. Sep 2015

Zitat: "Der Roboter ist das präzise arbeitende Werkzeug, der Arzt ist verantwortlich für...


Folgen Sie uns
       


Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo)

Der adaptive Controller von Microsoft hilft Menschen mit Behinderung beim Spielen.

Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo) Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Projektoren im Vergleichstest: 4K-Beamer für unter 2K Euro
Projektoren im Vergleichstest
4K-Beamer für unter 2K Euro

Bildschirme mit UHD- und 4K-Auflösung sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden. Seit 2017 gibt es den Trend zu hoher Pixelzahl und niedrigem Preis auch bei Projektoren. Wir haben vier von ihnen getestet und stellen am Ende die Sinnfrage.
Ein Test von Martin Wolf

  1. Sony MP-CD1 Taschenbeamer mit Akku und USB-C-Stromversorgung
  2. Mirraviz Multiview Splitscreen-Games spielen ohne die Möglichkeit, zu schummeln
  3. Sony LSPX-A1 30.000-Dollar-Beamer strahlt 80 Zoll aus 0 cm Entfernung

Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. IT-Konzerne Merkel kritisiert Pläne für europäische Digitalsteuer
  2. EU-Kommission Mehr Transparenz für Suchmaschinen und Online-Plattformen
  3. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung

    •  /