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Der Roboter kann nicht über das Schicksal des Patienten entscheiden

Das Miro-System operiert derzeit nur an Attrappen, aber Albu-Schäffer hofft, dass es in ein paar Jahren in deutschen OP-Sälen stehen wird: Es hat sich ein Lizenznehmer gefunden für den Medizinroboter - ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zur Markteinführung. Dann könnte der Miro-Roboter einem Medizinroboter Konkurrenz machen, der momentan als Marktführer gilt: dem Operationsroboter vom Typ da Vinci des amerikanischen Herstellers Intuitive Surgical. Er wird deutschlandweit in vielen größeren Kliniken eingesetzt, 2013 soll es deutschlandweit 52 Stück gegeben haben.

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Im Vergleich zu dem nur circa zehn Kilo schweren Miro-Roboter kommt der da Vinci mit seinen vier dicken Roboterarmen ungleich wuchtiger daher. Aber auch er ist dafür geschaffen, minimalinvasiv zu operieren. Bei Schilddrüsenoperationen etwa reiche dem da Vinci ein kleiner Schnitt in der Achselhöhle, so Christian Krieglstein, Chefarzt der chirurgischen Abteilung des St. Elisabeth-Krankenhauses in Köln-Hohelind. Seit fünf Jahren operieren Krieglstein und andere Kollegen am Krankenhaus in Köln mit ihm. Wie das geht, lernten die Mediziner in Kursen in speziellen Trainingszentren.

Der Roboter operiert oft besser als ein Mensch

Außer bei Eingriffen an der Schilddrüse werde der da Vinci häufig auch bei Nieren-OPs sowie bei Darmkrebs- und Prostatakrebs-Operationen eingesetzt. "Die Ergebnisse des da Vinci sind in allen diesen Fällen besser, als wenn ein Arzt ohne ihn die OP macht. Das Herausschneiden des Krebses ist sehr präzise", sagt Krieglstein. Entscheidender Vorteil sei zudem, dass der Roboter besser als eine menschliche Hand an schwer zugänglichen Stellen nähen könne, wenn bei einer Prostata-OP die Harnröhre eines Patienten an die Blase angenäht werden muss. Für andere Eingriffe, etwa die Gebärmutterentfernung, haben Studien den Nutzen des Systems aber auch schon infrage gestellt, auch wenn es immer häufiger eingesetzt werde.

Obwohl der Roboter räumlich näher am Patienten ist als der Arzt, ist der Operateur auch beim da Vinci verantwortlich für jede Bewegung der Roboterarme und steuert sie wie beim Miro-System von einer Eingabestation aus. Es gibt keine Superroboter, die während der OP ethische Entscheidungen über das Schicksal des Patienten per Algorithmus fällen. "Die Medizin unterscheidet zwischen automatisierten Systemen und roboterassistierter Chirurgie wie mit dem da Vinci-Roboter", sagt Krieglstein. Automatisierte Systeme, bei denen ein Roboter einen komplexen Schritt während einer OP selbstständig ausführt, hätten sich bisher nicht durchgesetzt.

 Technik im OP: Wie Roboter die Medizin verändernAutarke Roboter im OP sind 'grandios gescheitert' 
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DER GORF 30. Sep 2015

Wie Werbevideo? Ich dachte hier gehts um die Anzeige die der Operateur vor sich hat... o_O

eMvO 27. Sep 2015

Zitat: "Der Roboter ist das präzise arbeitende Werkzeug, der Arzt ist verantwortlich für...


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