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Technologische Unterstützung bringt Gold

Zuerst wurde die Technologie mit dem Skiverband ausprobiert und produzierte tatsächlich gute Resultate. Mittlerweile nutzen neben drei US-Amerikanern auch je ein Athlet aus Trinidad und Tobago und Sierra Leone die Kopfhörer. Tinsley gewann in London 2012 Silber über 400 Meter Hürden, mit dem kleinen zusätzlichen Push hofft er jetzt auf Gold.

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Auch im Radfahren kommt Neues aus den USA. Über Jahre hat der nationale Verband gemeinsam mit dem Radhersteller Felt, dem Sportbrillenproduzenten Solos Wearables und dem Softwarekonzern IBM ein System entwickelt, durch das die Geschwindigkeit und leistungsdiagnostische Werte um Puls, Laktat und dergleichen sowohl vom Trainerstab als auch durch die intelligente Brille vom Athleten selbst erstmals in Echtzeit verfolgt werden können.

Direkt zugänglich gemacht werden die Daten durch eine Cloud. Der Fahrer kann sich zumindest im Training direkt anpassen. In den USA vermutet man, dass die Bahnradfahrer durch diese optimierte Vorbereitung Goldmedaillen gewinnen werden.

Gesenkte Verletzungswahrscheinlichkeit

Im Boxen setzt das britische Team die von der Sheffield Hallam University entwickelte Software iBoxer ein, die bei Athleten vor allem durch Kameras Kampfstil, Bewegungsabläufe und Krafteinsatz analysiert. Das Australian Institute of Sport hat dazu eine Datenbank entwickelt, auf die iBoxer zugreifen kann. Hat ein Boxer solche Informationen über seinen Gegner, kann die Verletzungswahrscheinlichkeit gesenkt werden, wodurch während des Wettbewerbs länger auf höherem Niveau gekämpft werden kann.

Beim Segeln gehört das deutsche Team zu den Technologieführern. Ähnlich wie beim Boxen geht es um Informationssysteme, hier angewandt auf die Wasser- und Witterungsbedingungen. Der Softwarekonzern SAP stellt seit 2011 ein System bereit, mit dem Athleten laut dem deutschen Segelverband schneller trainieren und im Wettkampf deutlich besser abschneiden.

Auf dem Bildschirm werden dabei virtuelle Modelle der Strecke gezeigt, zusammen mit GPS- und Wetterdaten mit ständig wechselnden Werten wie Strömung und Wind. Darauf aufbauend werden Manöver analysiert und optimale Handlungen vorgeschlagen. Auch die deutschen Segler versprechen sich dadurch bessere Medaillenchancen.

Indien fehlen Offenheit und Geld

Vielerorts steht die Technologie fast schon im Vordergrund - allerdings vor allem in den reicheren Ländern. Indien gehört trotz seiner Größe nicht dazu. Und dann fehlt wohl auch die nötige Offenheit. "Die Sportszene nimmt sich nur sehr langsam neuer Dinge an", klagt der Unternehmer Ramakrishnan über sein Land. Und manchmal werde sogar eine Rolle rückwärts gemacht.

Denn im Cricket ist Sports Mechanics zwar gut vertreten, aber bei den Spielen von Rio analysiert Ramakrishnans Technologie keinen Athleten. Vielleicht sind seine Dienste zu teuer, vielleicht haben sich die Sportler durch die Nutzung der Plattform während der vergangenen Jahre aber auch schon genug verbessert.

Indien will in Rio dieses Jahr zehn Medaillen gewinnen. Gemessen an der Bevölkerungszahl wäre das immer noch unterdurchschnittlich. Angesichts des geringen Einsatzes technologischer Mittel aber vielleicht gar nicht so schlecht.

 Technik bei Rio 2016: Per Stromschlag zu Gold
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der_wahre_hannes 18. Aug 2016

Naja, Pferd und Auto sind eben die "Sportgeräte", so wie für den Kanuten das Kanu oder...

wraith 12. Aug 2016

Gibt es dafür irgendwelche belastbare Studien? Wenn nicht, sortiere ich das erst mal in...

ginger888 11. Aug 2016

... du Daten schon für etwas hälst, was eine Intelligenz in sich tragen kann! duck_und_weg


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