Abo
  • IT-Karriere:

Techland: Dying Light in Deutschland

Ordentliches Spiel, nicht so ordentliche Informationen über die deutsche Version: Erst nach und nach stellt sich heraus, dass Dying Light von Techland (Dead Island) wegen seiner gewalthaltigen Inhalte hierzulande nicht offiziell erscheint. Wer es trotzdem haben will, muss zu Tricks greifen.

Artikel veröffentlicht am ,
Dying Light
Dying Light (Bild: Techland)

Hierzulande wird das Actionspiel Dying Light wegen gewalthaltiger Inhalte erst einmal nicht in den Handel kommen. Auch über Downloadshops wie Steam sowie im Playstation Store und auf Xbox Live gibt es den Titel zumindest vorerst nicht ohne Tricks. Allerdings: Offiziell äußert sich das polnische Entwicklerstudio nicht zu dem Thema. Mehrere Anfragen von Golem.de blieben unbeantwortet - dabei hat Techland bei der eigentlich zuständigen deutschen Niederlassung von Publisher Warner Bros. Interactive Entertainment ausdrücklich darum gebeten, selbst direkt mit der deutschen Presse zu reden.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. Phoenix Contact Identification GmbH, Villingen-Schwenningen

Offenbar versucht das Studio, die gleiche Strategie anzuwenden, die schon bei dem 2011 veröffentlichten Dead Island halbwegs gut im deutschen Markt funktioniert hat: nämlich für möglichst viel Aufmerksamkeit in der Presse und der Community zu sorgen, und dann darauf zu hoffen, dass die Spieler das Programm im benachbarten Ausland kaufen.

Tatsächlich ist das kein allzu großes Problem. Besitzer einer Playstation 4 oder einer Xbox One müssen dazu ein Nutzerkonto anlegen, in dem als Land etwa Österreich oder die Schweiz angegeben ist, und dann den Download kaufen; die Disc-Version erscheint in Europa erst am 28. Februar 2015. Der Trick mit dem Zweitaccount ist zwar etwas umständlich und verstößt eigentlich gegen die Nutzungsbedingungen des Playstation Networks und von Xbox Live - aber er funktioniert.

PC-Spieler müssen ihre Version ebenfalls im Ausland kaufen und können sie dann nach aktuellem Stand in Deutschland auf Steam aktivieren, so jedenfalls Techland auf Anfrage eines österreichischen Händlers.

Soweit bekannt, wurde Dying Light mehrfach bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eingereicht, hat dort aber keine Freigabe erhalten. Und zwar wirklich keine - auch nicht "ab 18". Damit dürfte das Spiel vermutlich eher schnell auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) landen, sogar eine Beschlagnahmung droht. Falls das passiert, ist das Spiel möglicherweise auch über die Download-Plattformen nicht mehr nutzbar.

Grund sind die vielen, sehr extrem umgesetzten Gewalt-, Splatter- und Gore-Inhalte. Der Spieler kann die Gegner auf vielfältigste Art in Einzelteile zerlegen, außerdem sind Blut und Innereien in Massen zu sehen. Das ist ein bisschen erstaunlich, weil das Programm sonst deutlich ernsthafter aufgemacht ist als das absichtlich völlig übertriebene, satirisch anmutende Dead Island.

Erste Tests sind positiv

In der internationalen Presse und in Foren bekommt Dying Light mittlere bis gute Bewertungen und Besprechungen. Gelobt werden die zeitgemäße Grafik, die gelungene Handlung, die offene Umgebung und das an die Sportart Parkour erinnernde Bewegungssystem. Nicht so gut kommt an, dass die Kämpfe und Missionen auf Dauer zu wenig Abwechslung bieten. Während die Konsolenfassungen bei Golem.de sehr flüssig laufen, kommt es bei der PC-Version zu größeren Problemen mit Rucklern; allerdings hat das Spiel auch recht hohe Systemanforderungen.

Dying Light spielt in der fiktiven Stadt Harran, in der eine Krankheit fast die gesamte Bevölkerung in Zombies verwandelt hat. Der Spieler soll als Agent Kyle Crane helfen, wird aber sofort nach seiner Ankunft selbst angesteckt. Um nicht zu mutieren, muss der Spieler zum einen schlicht um sein Überleben kämpfen und zum anderen regelmäßig ausreichende Mengen an Medizin schlucken, die natürlich erst mal besorgt sein muss.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 107,00€ (Bestpreis!)
  2. 92,60€
  3. 135,80€
  4. (u. a. Alien 40th Anniversary Steelbook, Ash vs Evil Dead Collector's edition, Predator 1 - 4 Box...

Clown 02. Feb 2015

Nein, das ist schon richtig. Es ist nicht die USK, die etwas verbietet. Allerdings...

Der Held vom... 01. Feb 2015

So ziemlich jeden modernen Titel, der grafisch mit "Dying Light" auf dem selben Stand...

extrakt 01. Feb 2015

Für mich auch ein Grund diese Gremien allerhöchstes als eine Art Empehlung anzusehen...

extrakt 31. Jan 2015

Wenn sich die US Unternehmen immer an die Nationale/EU Gesetzgebung halten würden...


Folgen Sie uns
       


Vaio SX 14 - Test

Das Vaio SX14 ist wie schon die Vorgänger ein optisch hochwertiges Notebook mit vielen Anschlüssen und einer sehr guten Tastatur. Im Golem.de-Test zeigen sich allerdings Schwächen beim Display, dem Touchpad und der Akkulaufzeit, was das Comeback der Marke etwas abschwächt.

Vaio SX 14 - Test Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps
  2. Nahverkehr Google verbessert Öffi-Navigation in Maps
  3. Google Maps-Nutzer können öffentliche Veranstaltungen erstellen

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

    •  /