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Der Solidargedanke - ein Luxus?

Doch noch, so gesteht auch Hallensleben ein, sei es ein Luxus, den sich jemand aus der IT-Branche leisten könne, weil dort die Gehälter hoch seien. So können die Techgenossen auch bei den Kunden wählerisch sein. Stehen nicht mindestens zwei Mitglieder voll hinter einer Projektidee, wird der Auftrag nicht angenommen. Selbst wenn eine Idee oder ein Produkt gut sei - Firmen, wie Philip Morris würden die Techgenossen nicht unterstützen, sagt Robert Curth.

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Er will seinen Traumberuf nur für Projekte nutzen, die der folgenden Generation nicht schaden. Was das genau bedeutet, wird unter den Genossen stets verhandelt. Arbeit in einem ständigen Anpassungsprozess. Arbeit ohne formale Führungsebene. Arbeit nach dem agilen Manifest.

Jedes Projekt braucht einen gemeinsamen Grund

In den Projekten selbst hat sich lediglich eine informelle Hierarchie etabliert. So bringt jeder Techgenosse sein spezifisches Fachwissen in den Entscheidungsfindungsprozess ein. Jedes Mitglied hat eine gleichwertige Stimme, soll und darf seine Meinung sagen, bis das bessere Argument zum Konsens führt.

Jedes halbe Jahr wird zudem über das große Ganze gesprochen. Wofür stehen die Techgenossen? Welchen Sinn sieht jeder persönlich in seiner Arbeit und in welche Richtung soll es gehen? Ohne diese gemeinsame Basis, ohne einen gemeinsamen Grund für die Arbeit funktioniere es nicht, sagt Hallensleben.

Darin sieht Andreas Wieg, Sprecher des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) den besonderen Reiz von Genossenschaften. Im Unterschied zu anderen Gründungsarten fördertn sie die Entwicklung eines ausgeprägten Gemeinschaftssinns, der durch gleichberechtigte Abstimmungen bei den grundsätzlichen Entscheidungen gefestigt werde. Nicht die Höhe der Kapitaleinlagen zähle, sondern die einzelne Stimme der Mitglieder. Das steigere die Motivation und fördere damit auch die gemeinsamen unternehmerischen Ziele. Genossenschaften seien auch eine besonders sichere Rechtsform.

Außer an der Fokussierung auf die Mitgliederinteressen liegt das auch an der genossenschaftlichen Prüfung. Zudem können externe Investoren nicht einfach das Unternehmen aufkaufen. So sind Genossenschaften, im Gegensatz zu GmbHs, besonders langlebig. Laut DGRV sind lediglich Einzelfälle von Insolvenz oder Auflösung bekannt. Und immerhin verzeichnete dieser 2018 rund 5.500 genossenschaftliche Vereinigungen mit über 20 Millionen Mitgliedern. Gemessen an dieser Größe sind Genossenschaften die wirtschaftlich stärkste Organisationsform Deutschlands.

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plutoniumsulfat 04. Aug 2019

Eine hohe Nitratbelastung des Grundwassers ist keine Voraussetzung für Nahrungsproduktion.

mrk131324 04. Aug 2019

Die Idee ist gut (bis auf dem weltanschaulichen Kokolores). Rabbithole Consulting ist...

Anonymer Nutzer 03. Aug 2019

Aber die Grundidee mag nett gewesen sein, damals

ratzeputz113 02. Aug 2019

Ich verstehe diese Aversion gegen GmbHs als Personifikation der Gier nicht. Ja, viele...

Peter Brülls 02. Aug 2019

Was ja auch bei einigen Dingen gut funktioniert und sie sicherlich bei einigen Dingen...


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