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Techdemo Face Works: Nvidias Glatzkopf Ira steht zum Download bereit

Nvidia hat die Techdemo "Face Works" nun in ausführbarer Form veröffentlicht. Das Programm läuft ab einer GTX-670 und arbeitet mit vielen gespeicherten Animationen. Die werden aber immer noch in Echtzeit in frappierende Grafik umgesetzt.
/ Nico Ernst
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Nvidias Digital Ira (Bild: Nvidia)
Nvidias Digital Ira Bild: Nvidia

Auf Nvidias Servern steht nun die Techdemo Face Works(öffnet im neuen Fenster) für Windows ab Vista zum Download bereit. Der GPU-Hersteller hatte das Programm erstmals im März 2013 auf seiner Konferenz GTC vorgestellt. Die 309 MByte große Datei enthält nun die Echtzeitanwendung, die ab einer GTX-670 läuft. Da das Programm sehr viel GPU-Leistung benötigt, empfiehlt das Unternehmen eine GTX-Titan.

Nvidias Techdemo Ira (Video – Carsten Spille, PCGH)
Nvidias Techdemo Ira (Video – Carsten Spille, PCGH) (03:19)

Die Readme-Datei, die nach der Installation von Face Works zur Verfügung steht, erklärt viele der Techniken, mit denen die Ira genannte Figur zum virtuellen Leben erweckt wurde. Wie viele Beobachter schon nach den GTC-Vorführungen vermutet hatten, handelt es sich bei Ira nicht um eine in allen Animationen frei gestaltete digitale Person.

Vielmehr wurden die verschiedenen Gesichtsausdrücke wie Freude, Traurigkeit und Wut per Motion-Capturing aufgenommen. Die Auflösung soll dabei bei 0,1 Millimetern gelegen haben. Auch bei anderen digitalen Figuren, wie dem Gollum aus Peter Jacksons Tolkien-Filmen, ist das üblich. Der Unterschied zwischen Ira und Gollum ist, dass Nvidias Glatzkopf nicht auf Renderfarmen Bild für Bild berechnet wird, sondern auf einer einzelnen GPU auch in Echtzeit dargestellt werden kann.

Zusätzlich wurden auch die verschiedenen Beleuchtungsszenarien vorab aufgezeichnet, drei verschiedene stehen zur Auswahl. Diese vorab erstellten Lichtdaten ermöglichen unter anderem das Durchscheinen in Hautschichten und die Reflexionen in den Augen. Diese werden Nvidia zufolge per Raytracing berechnet.

Die entsprechenden Routinen arbeiten mit Nvidias GPGPU-Schnittstelle Cuda, auch deshalb ist das Programm nicht auf AMD- oder Intel-GPUs lauffähig. Die erforderliche Rechenleistung für alle Teile der Animation ist enorm: Jedes Pixel durchläuft Nvidia zufolge rund 8.000 Befehle, bei Full-HD-Auflösung sind für 60 Bilder pro Sekunde 4,9 Teraflops nötig – dafür reicht selbst eine Titan nicht aus, sie liefert rund 4,5 Tflops.


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