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Tech-Unternehmen: IT-Fachkräfte mit US-Visum sollen Land nicht verlassen

Aus Furcht vor einer Verweigerung der Wiedereinreise raten Tech-Unternehmen in den USA ihren Angestellten, auf Auslandsreisen zu verzichten.
/ Mike Faust
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Grenzkontrolle am Newark Liberty International Airport (Bild: Nicolas Economou via Reuters Connect)
Grenzkontrolle am Newark Liberty International Airport Bild: Nicolas Economou via Reuters Connect

US-Technologieunternehmen raten ihren Angestellten, auf Auslandsreisen zu verzichten, wenn sie sich mit einem Arbeitsvisum in den USA aufhalten. Wie die Washington Post berichtet(öffnet im neuen Fenster) , warnen Anwaltskanzleien die Firmen derzeit davor, dass die Ablehnungsquoten bei der Wiedereinreise steigen könnten, was bereits während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump der Fall war.

Bereits Ende des Jahres 2024 hätten Anwaltskanzleien, die für Google und Amazon arbeiten, Warnungen an Angestellte mit Visa ausgesprochen, schreibt die Washington Post mit Verweis auf interne Dokumente, die eingesehen werden konnten. Weiter heißt es, dass in den vergangenen Wochen bereits Visa und Greencards widerrufen worden seien, was zu großer Verunsicherung bei Beschäftigten in der High-Tech-Branche geführt habe.

Malcolm Goeschl, Anwalt in einer in San Francisco ansässigen Kanzlei, die sich auf die Abwicklung von Einwanderung für Unternehmen spezialisiert hat und Kunden aus der Technologiebranche betreut, sagte der Washington Post: "Was wir im Moment erleben, ist eine Menge Sorge und Panik" , und fügte hinzu: "Wir wissen nicht, was auf uns zukommt."

Vorsicht im Umgang mit Social-Media-Beiträgen

Einwanderungsanwälte führen aus diesem Grund vermehrt Einzelgespräche mit Arbeitnehmern, veranstalten Betriebsversammlungen und stellen Unternehmen Schriftsätze mit häufig gestellten Fragen zur Verfügung, die sie an ihre Angestellten verteilen können. Zudem werden pauschale Ratschläge gegeben, wie etwa, Einwanderungsdokumente immer bei sich zu führen sowie Adress- und Arbeitsplatzinformationen bei den Behörden immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Mit Beiträgen in sozialen Medien solle ebenfalls äußerst vorsichtig umgegangen werden, hieß es weiter. Audrea Golding, eine Anwältin aus dem Silicon Valley, sagte dazu, dass alles einer verschärften Prüfung unterzogen werde und die Menschen darauf vorbereitet sein sollten.

Neben in die USA eingewanderten Fachkräften sorgen sich auch Wissenschaftler um ihre Jobs an Universitäten . Einige haben die USA bereits aus Furcht vor massiven Kürzungen von Mitteln für Forschungsarbeiten und der Schließung ganzer Forschungseinrichtungen verlassen.


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