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Tech-Korrektur 2026: Die große Stunde der Schaufelhersteller

Nach den Kursabstürzen im Tech-Sektor ist die bange Frage: Kommen da jetzt noch mehr? Einige Aktien werde aber erst dadurch interessant.
/ Björn Meschkat
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Vertiv ist eine der Firmen, die vom AI-Boom stark profitieren. (Bild: Piotr Swat / SOPA Images via Reuters Connect)
Vertiv ist eine der Firmen, die vom AI-Boom stark profitieren. Bild: Piotr Swat / SOPA Images via Reuters Connect
Inhalt
  1. Tech-Korrektur 2026: Die große Stunde der Schaufelhersteller
  2. Auswirkungen auf den Aktienmarkt
  3. Sieben interessante Tech-Werte
  4. Schaufelhersteller: Die andere Seite der AI-Entwicklung
  5. Risiken, Bewertung und Fazit

Der Tech-Sektor hat in den ersten Februartagen 2026 erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Die Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit dem Rückgang von Bitcoin, der als eine Art Leitwährung für risikoreiche Anlagen gilt, und mit den schlechtesten US-Arbeitsmarktdaten außerhalb einer Rezession seit 1939.

Bitcoin hat seit dem Allzeithoch von über 125.000 US-Dollar im Oktober 2025 rund 50 Prozent an Wert verloren und notiert derzeit zwischen 66.000 und 68.000 US-Dollar. Der Absturz vernichtete über eine Billion US-Dollar an Marktkapitalisierung im Kryptobereich.

US-Arbeitsmarkt: So schlecht wie seit 1939 nicht mehr

Die US-Arbeitsmarktdaten, die wegen eines viertägigen Regierungsstillstands verspätet veröffentlicht wurden, zeigen ein besorgniserregendes Bild. Zwar wurden im Januar 130.000 neue Stellen geschaffen, doppelt so viele wie die von Ökonomen erwarteten 55.000 bis 75.000. Doch die jährliche Revision der Vorjahresdaten offenbart das wahre Ausmaß der Schwäche.

Die ursprünglich gemeldete Jahresgesamtzahl an neu geschaffenen Stellen für 2025 wurde von 584.000 auf nur noch 181.000 reduziert, ein Minus von 403.000 Stellen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt schaffen die USA in einem guten Monat rund 155.000 neue Stellen. Die 181.000 für das gesamte Jahr 2025 sind damit außergewöhnlich schwach. Es ist das Jahr mit dem geringsten Stellenaufbau außerhalb einer Rezession seit 1939.

Historische Negativrekorde

Mit vier Monaten mit negativen Werten – also Stellenabbau – ist 2025 das schlechteste Jahr seit 2010, als die Konjunkturerholung nach der Finanzkrisen-Rezession begann. Selbst im Pandemiejahr 2020 gab es nur drei negative Monate.

Ein Teil der Schwäche geht auf den sogenannten Doge-Effekt zurück, auf die schlagartige Entlassung tausender Staatsangestellter. Im Oktober waren die Zahlen nicht ganz so drastisch wie ursprünglich gemeldet, doch die Monate davor wurden deutlich nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote ging zwar leicht von 4,4 auf 4,3 Prozent zurück, was jedoch die strukturelle Schwäche nicht kaschieren kann.


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