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Tech-Konzerne: Iran droht Nvidia, Microsoft und Co. mit Angriffen

Die US-Konzerne sind laut Revolutionsgarde "Spione" , die für die USA Ziele im Iran ausmachen.
/ Oliver Nickel
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Der Iran droht vielen Institutionen. (Symbolbild: Teheran) (Bild: Pexels.com)
Der Iran droht vielen Institutionen. (Symbolbild: Teheran) Bild: Pexels.com / Pexels-Lizenz

Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) hat in einem Telegram-Channel angedroht, Standorte vieler US-Tech-Unternehmen anzugreifen, berichtet der US-Sender CBS News(öffnet im neuen Fenster) . Insgesamt 18 Konzerne stehen offenbar auf der Liste, darunter Microsoft, Nvidia, Google, Apple, Meta und IBM, ebenso der Finanzkonzern JP Morgan und der Autobauer Tesla. Die genannten Unternehmen würden als Spione der US-Regierung agieren und dabei helfen, Angriffe auf iranische Ziele zu finden.

"Da amerikanische IKT- und KI-Unternehmen die Hauptrolle bei der Planung und Verfolgung von Terrorzielen spielen, werden als Reaktion auf diese Terroroperation von nun an die wichtigsten Institutionen, die bei Terroroperationen eine Rolle spielen, unsere legitimen Ziele sein" , schreibt die Revolutionsgarde. Mitarbeiter, die in den genannten Unternehmen arbeiten, sollten ihre Standorte verlassen und um ihr Leben fürchten, heißt es. Das gelte für alle Länder weltweit.

Vor allem Standorte im Nahen Osten gefährdet

Die Drohung folgt auf eine ähnliche Nachricht von Mitte März(öffnet im neuen Fenster) . Schon vor ein paar Wochen drohte die iranische Revolutionsgarde diversen US-Unternehmen. Auch hier wurden einige der großen IT-Konzerne aus den USA genannt. In einer geleakten Excel-Liste wurden sogar Standorte genannt. Das waren etwa Büros von IBM, Palantir, Amazon, Microsoft, Google und Nvidia in Städten des Nahen Ostens: Tel Aviv, Doha, Dubai, Jerusalem, Bahrain, Haifa und mehr.

Inwieweit Iran seine Pläne umsetzt, ist allerdings nicht klar. Die genannten Standorte sind aber realistisch vom Iran aus angreifbar, wie vergangene Drohnen- und Raketenangriffe bereits zeigten. Seit mehreren Wochen nutzt das Land vor allem günstige Shahed-Drohnen in Kombination mit Raketen, um Flugabwehrsysteme zu überlasten.

Dies ist auch bereits geschehen. So wurden etwa Standorte des Cloud-Anbieters AWS mit Drohnen attackiert . Daraus resultierten Ausfälle in der Region .


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