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Sagenhafte Renditen in den Sternen

Bei Private Equity handelt es sich um Investmentfirmen, die bei Unternehmen einsteigen, die (noch) nicht an einer Börse gelistet sind. Sowohl Anthropic als auch OpenAI bieten dabei Joint Ventures an, die auch dafür gedacht sind, die jeweiligen KI-Anwendungen in diesen finanzstarken Firmen dauerhaft zu verankern. OpenAI verspricht dafür die aktuellsten Versionen seiner KI-Applikationen und eine Mindestrendite von sagenhaften 17,5 Prozent.

Wie OpenAI diese Renditen finanzieren soll, steht allerdings in den Sternen, denn seit der Umgründung in eine kommerzielle Firma 2019 lieferte OpenAI noch kein operativ positives Quartal ab .

Die Hintergedanken bei diesen Angeboten aber sind offensichtlich: Ist eine KI-Anwendung erst einmal strukturell tief in die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens integriert, wird es äußerst schwierig, diese Anwendungen wieder loszuwerden.

Die Devise "Hosen runter"

Es ist also unsicher, ob sich ausgerechnet Private Equities auf solche Joint Ventures einlassen werden. Diese Unternehmen beschäftigen ganze Heerscharen von Anwälten, Buchprüfern und Analysten, die auf Due-Diligence-Prüfungen spezialisiert sind. Die Devise dabei lautet "Hosen runter", denn die so geprüften Unternehmen müssen wirklich alles offenlegen: alle Konten, Verträge, Funktionen und Gehälter, sämtliche Kredite und Geschäftsverbindungen und so weiter.

In der Regel wird das betreffende Unternehmen dann umstrukturiert und mit Kündigungen reif für eine Übernahme oder einen Börsengang gemacht. Diesen kündigte OpenAI seit längerem für das vierte Quartal 2026 an , doch inzwischen ahnt man, was von solchen Ansagen Sam Altmans zu halten ist.


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