Tech-Konzern: IBM spaltet sich auf

Das 109 Jahre alte IBM wird sich in Zukunft um Cloud-Lösungen und Red Hat kümmern. Das neue Unternehmen übernimmt Infrastruktur-Dienstleistungen.

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IBM wird Ende 2021 nicht mehr dasselbe sein.
IBM wird Ende 2021 nicht mehr dasselbe sein. (Bild: IBM/Montage: Golem.de)

IBM wird in zwei separate Unternehmen aufgeteilt. Das Ur-Unternehmen wird sich weiterhin auf Software-Lösungen und das Wachstum im Cloud-Bereich konzentrieren. Das neue Unternehmen wird Managed Infrastructure Services übernehmen, zu der etwa auch der technische Support für Rechenzentren und Bare-Metal-Hosting gehören. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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"Der Erfolg, den wir mit Red Hat bisher hatten, gibt uns die Zuversicht, dass dies der richtige Schritt ist", sagt der seit April 2020 amtierende CEO Arvind Krishna. Er ist unter anderem für die Akquise des Softwareunternehmens für 39 Milliarden US-Dollar verantwortlich gewesen. Neben Red Hat Enterprise Linux bietet IBM auch KI-Dienste wie Watson und Analytics-Lösungen an.

Wie sich das neue Unternehmen neben IBM nennen wird, ist bisher nicht bekannt. Es wird zunächst unter dem Synonym Newco geführt. Allerdings soll dieses erst Ende 2021 gänzlich selbstständig und unabhängig von IBM arbeiten. Die Aktienkurse von IBM sind in Folge der Ankündigung um 11 Prozent gestiegen. Derzeit ist dieser Trend weiter zu beobachten: Der Aktienpreis steht bei etwa 133 US-Dollar. IBM erwartet einen Umsatz im dritten Quartal 2020 von etwa 17,6 Milliarden US-Dollar, was wohl im Einklang mit Börsenschätzungen liegt.

Der Fokus auf Managed Infrastructure Services als Dienstleister und dessen Abspaltung von IBM erinnert an die Aufteilung von HP und HPE in zwei unterschiedliche Konzerne. Zweiteres konzentriert sich auf Server-Produkte und Cloud-Lösungen, während HP selbst dem Endkundengeschäft nachgeht. Es ist klar, dass sich der Fokus des 109 Jahre bestehenden Unternehmens IBM künftig drastisch ändert.

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Trotzdem sollen die neue Firma Newco und das Ur-IBM weiterhin eine starke Partnerschaft beibehalten, indem das kommende Unternehmen als Dienstleister für die Infrastruktur arbeitet. Diese wird IBM für die eigenene Cloud-Lösungen benötigen.

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on(Golem.de) 09. Okt 2020

Hallo, richtig, das ist natürlich Blödsinn. Der Text ist geändert um klarzustellen, dass...

CreepCreep 08. Okt 2020

Würde ich auch vermuten wenn ich an die Thinkpad oder Festplatten Sparte denke die an...

Seitan-Sushi-Fan 08. Okt 2020

Jo, hab mir auch gedacht, dass man für das Software-Unternehmen einfach den Namen Red Hat...



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