Abo
  • Services:

Tech-Branche: Selbst Elon Musk ist gegen das Einreiseverbot

Opposition für US-Präsident Donald Trump: Über 100 Unternehmen, darunter bekannte Namen wie Apple, Ebay, Google und Microsoft haben eine Erklärung bei Gericht abgegeben, in der sie sich gegen das von Trump dekretierte Einreiseverbot wenden. Das bleibt derweil ausgesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Päsident Donald Trump unterzeichnet eine Exekutivorder (Symbolbild): Einreiseverbot schadet der US-Wirtschaft
US-Päsident Donald Trump unterzeichnet eine Exekutivorder (Symbolbild): Einreiseverbot schadet der US-Wirtschaft (Bild: Aude Guerrucci - Pool/Getty Images)

Elon Musk biedert sich zwar gerade als Berater von US-Präsident Donald Trump an. Doch nicht einmal seine beiden Unternehmen halten das von Trump verhängte Einreiseverbot für akzeptabel: Der Elektroautohersteller Tesla und das Raumfahrtunternehmen SpaceX gehören zu den Unternehmen, die eine 53 Seiten lange Stellungnahme bei einem Berufungsgericht in San Francisco eingereicht haben. Dort wird der Rechtsstreit um das Trump-Dekret verhandelt.

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Sindelfingen
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Das Amicus-Curiae-Schreiben war am 5. Februar von 97 Unternehmen aus der Tech-Branche unterzeichnet worden. Am 6. Februar unterzeichneten weitere 31 die Eingabe.

Das Einreiseverbot schadet der US-Wirtschaft

Die Unternehmen verurteilen darin das dreimonatige Einreiseverbot für Menschen aus den mehrheitlich islamischen Ländern Syrien, Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen sowie den Aufnahmestopp für Flüchtlinge, der 120 Tage gelten soll. Das verstoße gegen die Verfassung der USA. Außerdem, so argumentieren sie, hätten Einwanderer zu vielen Innovationen in Amerika beigetragen. Das Einreiseverbot schade demnach der US-Wirtschaft.

Auf der Liste finden sich bekannte Namen aus der Branche, darunter Größen wie Apple, Ebay und Paypal, Facebook, Google - allerdings nicht die Konzernmutter Alphabet -, Intel, Microsoft oder Netflix. Auch Airbnb, Gopro, die beiden Crowdfunding-Plattformen Indiegogo und Kickstarter, Linkedin, Mozilla und Twitter sind dabei. Auch zwei Vertreter aus anderen Bereichen haben unterzeichnet: das Textilunternehmen Levi Strauss und der Joghurt-Hersteller Chobani.

Uber-Chef Kalanick berät Trump nicht mehr

Mit dabei sind auch die Taxidienste Lyft und Uber. Uber-Chef Travis Kalanick gehörte anfangs zum Beraterstab von Präsident Trump. Er gab das Amt aber nach massiver Kritik von Kunden auf. Zu den später Hinzugekommenen zählen Adobe, Hewlett Packard, Second-Life-Erfinder Linden Labs, SpaceX und Tesla. Auf beiden Listen fehlt bemerkenswerterweise der Onlinehändler Amazon, der gleich seine Unterstützung einer Klage gegen das Einreiseverbot zugesagt hatte.

Präsident Trump hatte das Einreiseverbot per Exekutivbefehl verhängt und damit eine Protestwelle ausgelöst. Die US-Bundesstaaten Minnesota und Washington klagten dagegen und erhielten Recht: Ein Bundesrichter in Seattle setzte das Dekret aus. Die Regierung wollte das Einreiseverbot per Eilantrag von einem Berufungsgericht wieder in Kraft setzen lassen. Das lehnte das Berufungsgericht in San Francisco jedoch ab.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten
  3. bei Alternate bestellen

David M. 08. Feb 2017

Elon Musk ist zwar im Beratergremium von Trump, aber er ist alles andere als ein Fan von...

devman 07. Feb 2017

Jetzt wird es interessiert, gegenüber welcher Person/Institution/Bank/Versicherung hat...

juliantb 07. Feb 2017

Internetüblich "die Nazis" ins Spiel zu bringen ist aber einfach auch nicht immer ein...

Trollversteher 07. Feb 2017

Natürlich macht das in einer Demokratie den Kohl fett (zumal die Umfragenergebnisse...

DY 07. Feb 2017

Dann muss man quasi dafür sein, oder wie? ;-)


Folgen Sie uns
       


Analyse zum Apple-Event - Golem.de live

Die Golem.de-Redakteure Tobias Költzsch und Michael Wieczorek besprechen die drei neuen iPhones und die Neuerungen bei der Apple Watch 4.

Analyse zum Apple-Event - Golem.de live Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen
  2. Achim Berg "In Sachen Gigabit ist Deutschland ein großer weißer Fleck"
  3. Telefónica Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G ist doch möglich

    •  /