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Teardown von iFixit: Das Macbook Pro M4 ist "ein Minenfeld für Reparaturen"

Verlötete Komponenten und schwer erreichbare Teile machen das neue M4- Macbook laut iFixit zur Herausforderung. Es gibt wenige Lichtblicke.
/ Oliver Nickel
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Ein Blick ins Innere des Macbook Pro M4 lässt bereits erahnen: Hier ist nicht viel zu reparieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Ein Blick ins Innere des Macbook Pro M4 lässt bereits erahnen: Hier ist nicht viel zu reparieren. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Das Macbook Pro mit M4-Chip ist rein leistungstechnisch eine Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell. Wir haben im Test des neuen Modells bereits einen Blick ins Innere gezeigt. Das Team von iFixit hat das Notebook komplett auseinandergebaut und einige Eigenschaften aufgedeckt(öffnet im neuen Fenster) .

Positiv laut iFixit ist, dass sich der Akku weiterhin ausbauen und bei Bedarf austauschen lässt. Allerdings ist das komplette Akkumodul, welches aus sechs kleineren zusammengeschalteten Akkus besteht, wieder mit Stretch Tape am Gehäuse festgeklebt. Teilweise reißen die Klebebänder bei der Demontage und der Akku muss mit etwas Alkohol gelöst werden. Es ist also nicht unbedingt leicht, den Akku auszuwechseln. Zumindest ist es aber möglich.

Ebenfalls als Pluspunkt sieht das Team die vielen gesteckten Anschlussmodule. So können USB-C-Ports und der HDMI-Anschluss mittels Steckverbindung und Schrauben vom Mainboard entfernt und ausgetauscht werden. Das ist wichtig, da Anschlüsse einem stärkeren Verschleiß unterliegen. Allerdings können der Magsafe-Port und der SD-Kartenleser nicht einfach so getauscht werden. Dafür ist Lötarbeit und Fingerspitzengefühl notwendig.

Verlötete und schwer erreichbare Teile

Generell ist das Mainboard unter vielen unterschiedlich großen Schrauben versteckt. Es ist wichtig, bei der Demontage auf die richtige Reihenfolge und Ordnung zu achten. Außerdem muss weiterhin das komplette Mainboard getauscht werden, wenn RAM, SSD oder eine andere Hardwarekomponente ausfallen.

"Macbook-Reparaturen sind außerhalb von autorisierten Anbietern ein Minenfeld für Reparaturen" , sagt iFixit-Host Shahram Mokhtari im Video(öffnet im neuen Fenster) . Sämtliche Bauteile sind hier verlötet und können weder gewechselt noch aufgerüstet werden. Das hat sich im Vergleich zu vorangegangenen Apple-Silicon-Geräten nicht geändert. Außerdem bedeutet der Tausch einer Komponente wie dem Display oder dem Drahtlosmodul eine erneute Hardwarekalibrierung. Ansonsten werden neue Bauteile teilweise nicht richtig erkannt oder sie generieren weitere Fehler.


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