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Teardown: iPad 3 mit 1 GByte Hauptspeicher auf separaten Chips

Zum Verkaufsstart des iPad 3 hat iFixit wie üblich das teure Apple-Gerät vollständig zerlegt. Dabei zeigen sich vor allem ein riesiger Akku und weniger Integration bei den Chips - zudem braucht der A5X-Prozessor aufwendige Kühlmaßnahmen.

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Das A5X-SoC
Das A5X-SoC (Bild: Florian Weidhase/SFT)

Wie bei fast jeder Vorstellung eines neuen mobilen Apple-Geräts haben die Reparaturspezialisten von iFixit das getan, wovor die meisten Anwender bei einem nagelneuen Gerät zurückschrecken: Sie haben das iPad3 vollständig zerlegt.

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Dabei zeigt sich anhand der Fotos des weiterhin auf einer Längsseite angebrachten Mainboards, dass Apple für sein neues SoC A5X mit zwei CPU-Kernen und erweiterter GPU die Integration nicht so weit treiben konnte wie beim iPad 2. Waren bei diesem noch 512 MByte RAM als "Package on Package" (PoP) zusammen mit dem A5-SoC in einem Chipgehäuse verbaut, so ist das beim iPad 3 nicht mehr der Fall.

Vielmehr gibt es zwei getrennte DRAM-Packages, die auf der dem A5X gegenüberliegenden Seite des Mainboards angebracht sind. Sie bilden insgesamt 1 GByte LPDDR2-Speicher und wurden von Elpida hergestellt. Beim iPad 2 kam der Speicher von Samsung, was vermuten ließ, dass dieses Unternehmen auch das gesamte Package inklusive des A5 herstellt.

Wie bereits bekanntwurde, stammt auch das hochauflösende Display des iPad 3 offenbar von Samsung, jedenfalls deutet das Schema der Teilenummer auf dem Bildschirm darauf hin, wie iFixit feststellt. In Zukunft sollen aber auch andere Anbieter wie LG Display und Sharp das 2.048 x1.536-Panel herstellen.

A5X mit Heatspreader und Wärmeleitpad

Dass Apple den Speicher nicht noch höher integrieren konnte, führen iFixit und Anandtech nach übereinstimmenden Berichten auf eine höhere Leistungsaufnahme des A5X zurück. Dafür spricht auch, dass das System-on-a-Chip erstmals bei einem iPad mit einem Heatspreader aus Metall versehen ist, der sich über ein Wärmeleitpad direkt an die Alurückseite anschmiegt. An dieser Stelle wird das iPad 3 bei hoher Last wie etwa Spielen merkbar warm.

Ebenfalls in einzelnen Bausteinen sind die Funkanbindungen des iPad 3 realisiert. Das in Deutschland nutzlose LTE-Modem stellt der Baustein RTR8600 von Qualcomm, vom Broadcom kommt der Chip BCM4330 für WLAN nach 802.11a/b/g/n und Bluetooth 4.0.

Der Akku des iPad 3 besteht aus drei einzelnen Modulen, die jeweils auf 14,6 Wattstunden bei 3,78 Volt kommen. Insgesamt ergibt sich so eine Kapazität von 42,5 Wattstunden gegenüber 25 Wattstunden beim iPad 2. Das führt aber nicht zu höherer Laufzeit, weil Display und A5X mehr Strom benötigen. Das zeigt sich auch im Test des iPad 3 von Golem.de.



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