Teams: KPMG löscht aus Versehen Chats von 145.000 Angestellten

Eigentlich wollte die Unternehmensberatung nur den Teams-Chatverlauf eines Nutzers löschen - irgendjemand hat sich dann offenbar verklickt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein ITler bei KPMG hat sich verklickt.
Ein ITler bei KPMG hat sich verklickt. (Bild: Reuters)

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG hat versehentlich die Teams-Chatverläufe von rund 145.000 Mitarbeitern gelöscht. Das berichtet The Register unter Berufung auf eine interne E-Mail, die dem Magazin zugespielt wurde. In der Nachricht hatte Global CIO John Applegate andere IT-Manager des Unternehmens auf den Fauxpas hingewiesen.

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Demnach soll die Untergruppe "Global Technology & Knowledge" des Unternehmens versucht haben, das Konto eines einzelnen Nutzers in Übereinstimmung mit den Aufbewahrungsrichtlinien zu entfernen. Dabei sei es zu einem menschlichen Fehler gekommen, infolgedessen alle Mitglieder der Teams-Gruppe ausgewählt worden seien.

Dadurch wurden die Chatverläufe von 145.000 Mitarbeitern gelöscht, die sich über sämtliche Abteilungen des Unternehmens verteilen. Wie Applegate in seiner Nachricht erklärt, sind die Chats unwiederbringlich verloren: "Microsoft hat bestätigt, dass die Chatdaten nicht wiederherstellbar sind", zitiert The Register den Manager.

Persönliche Chats sind unwiederbringlich verloren

Verloren gegangen sind offenbar nur persönliche Chats, Teambesprechungen sollen nicht von der Löschung betroffen sein. Auf Anfrage von The Register erklärten zwei Sprecher von KPMG zunächst, von der Nachricht nichts zu wissen, wollten sich aber nach der Echtheit erkundigen. Später lehnte das Unternehmen eine weitere Stellungnahme ab.

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Internen Quellen zufolge soll der Prozess künftig nach dem Vieraugenprinzip stattfinden. Zudem will KPMG mit Microsoft nach Lösungen suchen, einige Prozesse künftig zu automatisieren und so unabhängiger von menschlichen Fehlern zu machen. Verschiedene regionale CIOs hatten The Register zufolge bereits auf früheren Meetings darauf hingewiesen, dass persönliche Chats nicht für wichtige Geschäftsdaten verwendet werden sollten.

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Smolo 26. Aug 2020

So was darf es eigentlich nicht mehr geben. Spätestens mit dem Ausscheiden muss der...

Hallonator 26. Aug 2020

Klingt nach einem Traumjob

IT_kenner 26. Aug 2020

Ganz genau... Ob da wirklich einer "versehentlich" das falsche Knöpfchen gedrückt hat...

grutzt 26. Aug 2020

Ja nee, is klar. Die fahren bestimmt auch mit 'nem Rasenmäher zur Arbeit statt mit dem Auto.



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