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TeamPCP: Zwei junge Männer nach folgenschweren Supply-Chain-Attacken verhaftet

Zwei mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe TeamPCP sind verhaftet worden. Sie sollen für Schadcode-Attacken auf zahlreiche Softwareprojekte verantwortlich sein.
/ Marc Stöckel
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Zwei mutmaßliche TeamPCP-Mitglieder wurden festgenommen. (Symbolbild) (Bild: pexels.com / Kindel Media)
Zwei mutmaßliche TeamPCP-Mitglieder wurden festgenommen. (Symbolbild) Bild: pexels.com / Kindel Media

Die Cybergang TeamPCP ist in den vergangenen Monaten mit folgenschweren Supply-Chain-Angriffen auf zahlreiche Softwareprojekte in Verbindung gebracht worden. Jetzt verhafteten australische Behörden zwei mutmaßliche Mitglieder der Gruppe. Dabei handelt es sich laut der Australian Federal Police(öffnet im neuen Fenster) (AFP) um zwei junge Männer im Alter von 21 und 23 Jahren.

Fotos und Videoclips von den Festnahmen kursieren unter anderem auf X(öffnet im neuen Fenster). Nach Angaben der AFP sollen die beiden Männer einer kriminellen Vereinigung angehören, die in großangelegte Cyberverbrechen involviert war, darunter Datenmissbrauch, Identitätsbetrug und Geldwäsche mittels Kryptowährungen.

Die Ermittlungen zu TeamPCP sollen im April 2026 begonnen haben – und damit kurz nach Beginn der ab Ende März erfolgten Supply-Chain-Angriffe auf Softwareprojekte wie Trivy, LiteLLM und zahlreiche weitere Projekte aus dem NPM- und PyPI-Ökosystem. TeamPCP schleuste dort jeweils Schadcode ein, der automatisiert Zugangsdaten und andere vertrauliche Informationen von Entwicklersystemen und aus CI/CD-Pipelines ausleitete.

Millionenschäden durch Datenklau

Nach Angaben der AFP gelangte der Schadcode in Systeme von Behörden, Bildungseinrichtungen und Organisationen aus der Privatwirtschaft. Untersuchungen von Sicherheitsforschern zeigten Mitte August, dass die Angreifer allein in der ersten Angriffswelle auf Trivy und LiteLLM 153 GByte an Daten mit Anmeldeinformationen Tausender teils sehr prominenter Organisationen erbeutet hatten.

Insgesamt soll TeamPCP laut AFP mindestens 300 GByte an Daten mit mehr als 500.000 Zugangsdatensätzen exfiltriert haben. Die finanziellen Folgen dieser Angriffe werden auf "mehrere hundert Millionen Dollar" geschätzt.

Neben den eingangs genannten Festnahmen der beiden Tatverdächtigen sollen drei Immobilien an den australischen Standorten Cottesloe, Hamilton Hill und Mandurah durchsucht und elektronische Geräte beschlagnahmt worden sein. Letztere sollen forensisch untersucht werden.

Wer sich für Hintergründe zu den Onlineaktivitäten von TeamPCP interessiert, findet diese in zwei ausführlichen Berichten des Security-Reporters Brian Krebs(öffnet im neuen Fenster) und der Sicherheitsforscher von Flare(öffnet im neuen Fenster). Daraus geht auch hervor, wie einzelne Mitglieder der Gruppe deanonymisiert werden konnten.


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