Teamgroup: Erstes DDR5-Kit doppelt so teuer wie DDR4

Noch fehlt es an passenden CPUs, der DDR5-Speicher aber ist schon da: Teamgroup verkauft bereits ein 32-GByte-Paket.

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DDR5-Speicher der Elite-Serie mit 32 GByte Kapazität
DDR5-Speicher der Elite-Serie mit 32 GByte Kapazität (Bild: Teamgroup)

Teamgroup hat die ersten DDR5-Speichermodule als Kit mit 32 GByte Kapazität vorgestellt, das für DIY-Systeme gedacht ist. Das Unbuffered-DIMM der Elite-Serie läuft mit DDR5-4800 und damit gemäß den Spezifikationen des Speichergremiums Jedec. Mit einem Preis von 400 US-Dollar vor Steuern kostet das ab Ende Juni 2021 verfügbare Kit (TED532G4800C40DC01) allerdings ziemlich viel.

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Es besteht aus zwei Riegeln mit je 16 GByte, die mit DDR5-4800-Geschwindigkeit und zahmen Latenzen von CL40-40-40-77 bei 1,1 Volt angesteuert werden. Das ist zwar vom Takt her deutlich mehr als DDR4-3200, die bisher höchste Spezifikation der Jedec. Allerdings gibt es mittlerweile Kits mit DDR-4000 bei scharfen CL14 oder solche mit DDR4-5333 bei CL22 bei satten 1,6 Volt - die sind jedoch selten.

Typische 32-GByte-Kits mit DDR4-3600-CL16 kosten rund 200 Euro, weshalb der DDR5-4800-Speicher von Teamgroup in etwa doppelt so teuer ist. Hinzu kommt, dass Desktop-CPUs in Apps und Spielen meist stärker von kurzen Latenzen statt von mehr Bandbreite profitieren. Hier liegt DDR4-3600-CL16 mit 8,9 ns klar vor DDR5-4800-CL40 mit 16,7 ns - frühere Messungen von Longsys belegen dies auch mit Benchmarks.

DDR5 hat einige Tricks auf Lager

Die Resultate unterschlagen aber diverse technische Verbesserungen, die bei realen Anwendungen zu Vorteilen führen können: DDR5 hat bei gleichem Takt mehr effektive Bandbreite als DDR4, der neue Arbeitsspeicher unterstützt hierzu zwei voneinander unabhängige 32-Bit-Kanäle. Ein Daten-Prefetching mit 16n statt 8n gleichzeitigen Zugriffen und doppelt so viele Speicherbankgruppen (8Gx4B statt 4Gx4B) plus Same Bank Refresh sorgen zudem für eine geringere Latenz.

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Bisher sind noch keine CPUs mit DDR5-Unterstützung verfügbar, Intel plant aber, im Herbst 2021 Alder Lake zu veröffentlichen. Diese Hybrid-Prozessoren kombinieren schnelle mit sparsamen CPU-Kernen, außerdem gibt es Support für DDR4- und für DDR5-Speicher. Alder Lake soll Dualchannel mit DDR4-4800 auf dem Sockel LGA 1700 nutzen, die Desktop-Modelle sind für bis zu 125 Watt dauerhafter thermischer Verlustleistung (PL1) ausgelegt.

AMD plant ebenfalls Prozessoren mit DDR5-Support, hierzu erfolgt der Wechsel auf den Sockel AM5 alias LGA 1718 für die intern Raphael genannten CPUs. Sie sind für 2022 geplant und sollen die Zen-4-Technik nutzen, zudem sind 5 nm für die Chiplets und 6 nm für das I/O-Die im Gespräch.

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DDR4DDR5
DatenübertragungsrateDDR4-3200 (Jedec)DDR5-4800 (Jedec) bis DDR5-8400
Bandbreite (theoretisch)25,6 GByte/s pro Kanal38,4 GByte/s bis 67,2 GByte/s pro Kanal
Datenleitungen64+8 Bit mit ECC2x 32+8 Bit mit ECC
FehlerkorrekterOff-Die-ECCOn-Die-ECC (optional)
SDRAM-Die-Kapazitätbis zu 16 GBit (DUV)bis zu 64 GBit (EUV)
DIMM-Kapazität (Desktop)bis zu 32 GBytebis zu 128 GByte
DIMM-Kapazität (Server)bis zu 256 GBytebis zu 1 TByte
Prefetching 8n16n
Speicherbänke4 Gruppen mit 4 Bänken8 Gruppen mit 4 Bänken
Auffrischung All Bank Refresh (REFab)Same Bank Refresh (REFsb)
Burst Length816
Spannung (VDD/VPP)1,2 Volt/2,5 Volt1,1 Volt/1,8 Volt
DDR5 und DDR4 im Vergleich


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Emulex 21. Jun 2021 / Themenstart

Ich halte die für völlig überschätzt. Habe selbst eine Samsung 970 Pro (3500/2700) und...

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