Team Silverblue: Fedora will modularen Desktop für alle

Bisher fristet die Workstation-Variante des Project Atomic in Fedora eher ein Nischendasein. Mit der Initiative Team Silverblue soll das Projekt stärker in den Vordergrund rücken und Nutzern damit eine modulare Desktop-Distribution bereitstellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Silverblue soll Fedora zu einem modularen Desktop machen.
Silverblue soll Fedora zu einem modularen Desktop machen. (Bild: Red Hat)

Den durch die Container-Technik immer stärker werdenden Wandel von Betriebssystemarchitektur setzt Red Hat seit einigen Jahren aktiv in seinem Project Atomic um. Red Hats Upstream-Community Fedora setzt das Atomic-Konzept aber nicht nur auf dem Server um, sondern arbeitet mit der Atomic-Workstation auch an einer Desktop-Variante dieses Konzepts. Mit dem Projekt Team Silverblue soll die atomare Workstation künftig für alle nutzbar sein.

Stellenmarkt
  1. Ingenieur (w/m/d) Kommunikationstechnik
    Deutscher Bundestag, Berlin
  2. IT-Engineer / Administrator Network Services (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
Detailsuche

Der an den Arbeiten dazu beteiligte Entwickler Matthias Clasen schreibt in seinem Blog: "Wir wollen die Atomic Workstation so nehmen, wie sie heute ist, und zu etwas umgestalten, das nicht nur für die Wenigen nützlich ist, die das Konzept kennen, sondern für alle, die eine Workstation benötigen". Um dieses Ziel zu erreichen, müsse das Team aber noch einiges an Arbeit investieren, erklärt Clasen. Ideen zur Umsetzung gebe es aber auch schon reichlich.

Die atomare Workstation-Variante soll aus zwei mehr oder weniger voneinander unabhängigen Teilen bestehen: einerseits aus einem Basis-System, das über Abbilder aktualisiert werden soll und andererseits aus Desktop-Anwendungen, die nicht zwingend wie bisher als RPM-Pakete gebaut werden, sondern als Flatpaks.

Modulares Betriebssystem in einem Jahr

Grundlage der Aktualisierung des Basissystems bildet das Werkzeug Ostree. Für Updates wird dann lediglich ein neues Abbild heruntergeladen und dieses dann gestartet, was eben als atomares Update bezeichnet wird. Der bei Paketaktualisierungen notwendige Schritt der Installation entfällt damit. Mögliche System- oder Anwendungsabstürze, wie sie beim Live-Update von Paketen auftreten können, entfallen damit. Mit Hilfe von Ostree sind außerdem einfache Rollbacks auf ältere Funktionen möglich.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.10.2022, virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Laut der Projektbeschreibung ermöglicht Ostree außerdem, die klassischen RPM-Pakete als spezielle Ostree-Schicht auszuliefern, was von Desktop-Anwendungen ebenso genutzt werden kann wie für Systemerweiterungen. Der Schritt hin zu Flatpaks mache die Nutzung von Desktop-Anwendungen ebenso unabhängig vom darunterliegenden System, bietet eine größere Isolation und löse ebenfalls bisher bestehende Probleme der Anwendungsverwaltung auf Basis der herkömmlichen RPM-Pakete.

Für die kommende Version 29 von Fedora, die Ende Oktober dieses Jahres erscheinen soll, will das Team die wichtigsten Funktionen der Silverblue-Initiative in das System integrieren. Mit Fedora 30, das in einem Jahr erscheinen soll, sollen die Arbeiten dann soweit abgeschlossen sein, so dass das modulare Systeme die bevorzugte Variante der Desktop-Version von Fedora ist.

Das Opensuse-Projekt bietet mit Kubic inzwischen vergleichbare Funktionen an. Dort heißt das Prinzip "transactional Update". Genutzt werden kann das bereits in dem Rolling-Release-System Tumbleweed sowie in Vorabversionen des kommenden Leap 15 - bisher sind diese Arbeiten aber noch auf Serversysteme beschränkt. Das Opensuse-Team beschreibt aber auch explizit die Möglichkeit der Verwendung des Systems auf dem Desktop.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Tuxgamer12 08. Mai 2018

Wie bereits unten geschrieben, Flatpak legt genauso wie Snap automatisch Startskripte...

flippo00 08. Mai 2018

was hier vorgeschlagen ist, kapiert otto linuxuser wohl nicht mehr.. ich hätte mla gerne...

felix.schwarz 08. Mai 2018

Die Gefahr ist vermutlich, dass Software (inkl. Abhängigkeiten) 1x in den Container...

pythoneer 08. Mai 2018

Hat damit nichts zu tun.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Smart-Home-Hub
Ikea Dirigera für rund 60 Euro gelistet

Ikea hat das Smart-Home-Hub Dirigera auf seiner Website angekündigt. Das Gerät ist für den Matter-Standard geeignet.

Smart-Home-Hub: Ikea Dirigera für rund 60 Euro gelistet
Artikel
  1. Elektrosportwagen: Maserati Granturismo Folgore ist so flach wie ein Verbrenner
    Elektrosportwagen
    Maserati Granturismo Folgore ist so flach wie ein Verbrenner

    Der Elektrosportwagen Maserati Granturismo Folgore ist von einem Verbrenner nicht zu unterscheiden, wenn da nicht die fehlenden Auspuffrohre wären.

  2. Potential Motors: Winziges E-Offroad-Wohnmobil mit 450 kW vorgestellt
    Potential Motors
    Winziges E-Offroad-Wohnmobil mit 450 kW vorgestellt

    Potential Motors hat mit dem Adventure 1 ein kleines Offroad-Wohnmobil mit E-Motoren vorgestellt, die insgesamt 450 kW Leistung erbringen.

  3. Google: 4K-Inhalte könnte es bei Youtube bald nur noch im Abo geben
    Google
    4K-Inhalte könnte es bei Youtube bald nur noch im Abo geben

    Google testet derzeit bei Youtube, ob Zuschauer bereit wären, für 4K-Inhalte extra zu bezahlen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€, ASRock RX 6600 XT 388€) • Alternate (LG UltraGear 34" WQHD 144 Hz 749€ statt 899€) • be quiet! Silent Loop 2 240 99,90€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /