Team Silverblue: Fedora will modularen Desktop für alle

Bisher fristet die Workstation-Variante des Project Atomic in Fedora eher ein Nischendasein. Mit der Initiative Team Silverblue soll das Projekt stärker in den Vordergrund rücken und Nutzern damit eine modulare Desktop-Distribution bereitstellen.

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Silverblue soll Fedora zu einem modularen Desktop machen.
Silverblue soll Fedora zu einem modularen Desktop machen. (Bild: Red Hat)

Den durch die Container-Technik immer stärker werdenden Wandel von Betriebssystemarchitektur setzt Red Hat seit einigen Jahren aktiv in seinem Project Atomic um. Red Hats Upstream-Community Fedora setzt das Atomic-Konzept aber nicht nur auf dem Server um, sondern arbeitet mit der Atomic-Workstation auch an einer Desktop-Variante dieses Konzepts. Mit dem Projekt Team Silverblue soll die atomare Workstation künftig für alle nutzbar sein.

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Der an den Arbeiten dazu beteiligte Entwickler Matthias Clasen schreibt in seinem Blog: "Wir wollen die Atomic Workstation so nehmen, wie sie heute ist, und zu etwas umgestalten, das nicht nur für die Wenigen nützlich ist, die das Konzept kennen, sondern für alle, die eine Workstation benötigen". Um dieses Ziel zu erreichen, müsse das Team aber noch einiges an Arbeit investieren, erklärt Clasen. Ideen zur Umsetzung gebe es aber auch schon reichlich.

Die atomare Workstation-Variante soll aus zwei mehr oder weniger voneinander unabhängigen Teilen bestehen: einerseits aus einem Basis-System, das über Abbilder aktualisiert werden soll und andererseits aus Desktop-Anwendungen, die nicht zwingend wie bisher als RPM-Pakete gebaut werden, sondern als Flatpaks.

Modulares Betriebssystem in einem Jahr

Grundlage der Aktualisierung des Basissystems bildet das Werkzeug Ostree. Für Updates wird dann lediglich ein neues Abbild heruntergeladen und dieses dann gestartet, was eben als atomares Update bezeichnet wird. Der bei Paketaktualisierungen notwendige Schritt der Installation entfällt damit. Mögliche System- oder Anwendungsabstürze, wie sie beim Live-Update von Paketen auftreten können, entfallen damit. Mit Hilfe von Ostree sind außerdem einfache Rollbacks auf ältere Funktionen möglich.

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Laut der Projektbeschreibung ermöglicht Ostree außerdem, die klassischen RPM-Pakete als spezielle Ostree-Schicht auszuliefern, was von Desktop-Anwendungen ebenso genutzt werden kann wie für Systemerweiterungen. Der Schritt hin zu Flatpaks mache die Nutzung von Desktop-Anwendungen ebenso unabhängig vom darunterliegenden System, bietet eine größere Isolation und löse ebenfalls bisher bestehende Probleme der Anwendungsverwaltung auf Basis der herkömmlichen RPM-Pakete.

Für die kommende Version 29 von Fedora, die Ende Oktober dieses Jahres erscheinen soll, will das Team die wichtigsten Funktionen der Silverblue-Initiative in das System integrieren. Mit Fedora 30, das in einem Jahr erscheinen soll, sollen die Arbeiten dann soweit abgeschlossen sein, so dass das modulare Systeme die bevorzugte Variante der Desktop-Version von Fedora ist.

Das Opensuse-Projekt bietet mit Kubic inzwischen vergleichbare Funktionen an. Dort heißt das Prinzip "transactional Update". Genutzt werden kann das bereits in dem Rolling-Release-System Tumbleweed sowie in Vorabversionen des kommenden Leap 15 - bisher sind diese Arbeiten aber noch auf Serversysteme beschränkt. Das Opensuse-Team beschreibt aber auch explizit die Möglichkeit der Verwendung des Systems auf dem Desktop.

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Tuxgamer12 08. Mai 2018

Wie bereits unten geschrieben, Flatpak legt genauso wie Snap automatisch Startskripte...

flippo00 08. Mai 2018

was hier vorgeschlagen ist, kapiert otto linuxuser wohl nicht mehr.. ich hätte mla gerne...

felix.schwarz 08. Mai 2018

Die Gefahr ist vermutlich, dass Software (inkl. Abhängigkeiten) 1x in den Container...

pythoneer 08. Mai 2018

Hat damit nichts zu tun.



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